Hauke und Marc über die Rolle von Performances, spektakuläre Gastspiele und wie viel Bühne sein muss
Performances are at the heart of a performing arts school – but do all pupils really have to go on stage? In this episode from the Ahrensburg Musical Theatre School (near Hamburg), Hauke Wendt and Marc Brendemühl discuss the importance of performances, how the school deals with students who suffer from performance anxiety, and why even former professionals choose to teach without appearing on stage themselves. They recount spectacular guest performances – from the ‘Thriller’ dance featuring 150 dancers at Hamburg Central Station to the ‘Back to the 50’s’ revue. An in-depth conversation about the balance between performance and craft.
📑 Kapitel
- 00:00 Intro: Theater zwischen Tradition und Innovation
- 01:30 Das Thema: Welchen Stellenwert haben Aufführungen?
- 03:15 Erste Frage: Muss ich wirklich auftreten?
- 05:30 Ex-Profis und Aufführungsangst: Zwei echte Fälle
- 07:45 Vom Stadtfest zur Raumnot: Die Schule wächst
- 10:15 Gastspiele vs. eigene Aufführungen: Der Unterschied
- 12:00 Das Thriller-Spektakel: 150 Tänzer im Hauptbahnhof
- 15:30 Back to the 50's: Rotarier und die Herausforderung
- 17:45 Drei Programme in 30 Tagen: Wie viel ist zu viel?
- 19:30 Jacqui: Fünf Premieren in sechs Wochen
- 21:45 Kosten für Gastspiele: Was kostet eine Revue?
- 23:15 Ausblick und Abspann: Newsletter und Social Media
📜 Transkript
Transkript
Und so traditionell Theater auf der einen Seite ist, desto innovativer ist es auf der anderen. Und wer da irgendwie nicht am Puls der Zeit ist, der vermittelt irgendwas, was einfach veraltet ist. Und das passiert uns hier nicht. Herzlich willkommen zurück zu "Auf die Bühne, fertig, los!", dem Podcast der Musicalschule Ahrensburg. Ich bin immer noch Hauke Wendt und bei mir ist zu meiner großen Freude wieder Marc Brendemühl.
Hallihallo, danke Hauke, dass ich dabei sein darf. Liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer, wir haben ein spannendes Thema für euch jetzt rausgepickt. Und zwar das Thema heißt Aufführungen mit der Musicalschule Ahrensburg. Das klingt erst mal lang, Und was genau verbirgt sich denn dahinter? Naja, es ist für uns so, wir sind ja eine Schule für Performing Arts und da gehört Performance natürlich dann irgendwie in irgendeiner Form dazu.
Und die Frage, die sich uns immer wieder stellt, na, welchen Stellenwert haben eigentlich Aufführungen bei uns an der Musicalschule? Wir haben viele Anfragen im Vorfeld, die darauf hinzielen, ja, Erstens: Entweder muss ich bei Aufführungen mitmachen oder kann ich nicht auch nur einfach so an die Musicalschule kommen? Oder: Wie viele Aufführungen darf ich denn machen, wenn ich zu euch komme? Und in diesem Spannungsfeld bewegen wir uns ganz oft und es ist natürlich aber so, dass wir auch bestimmte Gründe haben, die uns dazu verleiten zu sagen, das machen wir, das machen wir nicht.
Und das können wir vielleicht einmal hier kurz aufrollen. Kurz noch mal gefragt: Also gibt es wirklich Schüler, also In einer nennenswerten Anzahl, die hier bei euch sind, die sagen, also Aufführungen möchte ich aber nicht machen. Ja, echt? Und zwar, also zum Beispiel, da gibt es zwei konkrete Anwendungsbereiche sozusagen. Wir haben ja einige Schülerinnen, die Ex-Profis sind, die sich irgendwann mal gesagt haben, ich gehe nicht mehr auf die Bühne.
So wie Jacqui das übrigens auch gemacht hat. Die geht jetzt noch auf die Bühne, um sich dem Publikum zu präsentieren, aber eben nicht mehr als Performerin. Sowas gibt es hier auch, und es gibt aber auch Menschen, die, glaube ich, so ein bisschen Aufführungsangst haben und die sagen: Naja, ich möchte mich gerne auf die Musicalschule einlassen, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich nachher auf die Bühne trau.
Und denen sagen wir natürlich: Nein, du musst überhaupt nicht auf die Bühne, wenn du es nicht möchtest. Wenn du es dir nachher noch mal anders überlegst, dann bist du natürlich herzlich gern eingeladen, aber es muss hier niemand. Auf die Bühne, der nicht will. Das finde ich total anti-autoritär. Ja, und sehr positiv. Ja, dann schilder mal, also überhaupt dieses Thema Aufführung. Ihr habt ja jetzt gerade so in den letzten Monaten, habt ihr ja doch sehr, sehr viele Aufführungen gehabt.
Ja, wenn ich mich da erinnere, als derjenige, der ja Social Media auch immer wieder befeuert bei euch: da war eine ganze Menge los. Erzähl mal. Genau, also es ist grundsätzlich erstmal so, dass wir es natürlich toll finden, wenn wir uns als Schule und wenn die Schülerinnen und Schüler sich einem Publikum präsentieren können. Und das ist lustigerweise auch schon wirklich von Anfang an der Schulzeit, seit es diese Schule gibt, ein wichtiges Thema gewesen.
Die ersten Aufführungen waren beim Ahrensburger Stadtfest. Ach. Und da, ich weiß noch, wir hatten damals Gespräche, weil wir so wenig Schülerinnen und Schüler hatten und wir können ja können ja auch mit einer Gruppe nur eine gewisse Programmlänge erreichen. Das, was wir einstudieren, ist relativ zeitaufwendig. Wir können jetzt nicht mit einer Kindergruppe sagen, wir machen mal eine Dreiviertelstunde Programm.
Das wollten aber die Veranstalter gern: Macht mal mindestens eine Dreiviertelstunde, sonst lohnt sich das eigentlich gar nicht. Und wir mussten in den ersten Jahren noch Gäste einladen, die mit uns zusammen dann diese Zeit voll bekommen haben, während wir mittlerweile an einem Punkt sind, wo wir es gar nicht schaffen mehr, alle Schülerinnen und Schüler an einem Tag zu präsentieren, sondern wir müssen uns tatsächlich dann über Stadtfest verteilt in verschiedenen Gruppen präsentieren.
Das ist also immer noch ein Highlight in unserem jährlichen Kalender, aber hat sich in der Struktur einfach völlig verändert. Und da sieht man eben auch, wie sich die Schule sehr verändert hat. Und nichtsdestotrotz ist es so, dass wir eben auch versuchen, andere Aufführungen zu machen. Aber auch da ist es so, wir hatten zum Beispiel Veranstaltungen hier im Alfred-Rust-Saal, wo wir Dinge aufgeführt haben, und auch da ist es uns nicht mehr möglich, mit der gesamten Schule zukommen.
Beim 10-jährigen Jubiläum haben wir zwei Aufführungen gemacht mit unterschiedlichen Besetzungen, um der Raumnot hinter der Bühne irgendwie gerecht zu werden. Jetzt haben wir es in dem Jahr 2025 zum ersten Mal versucht, dass wir Aufführungen gemacht haben nur mit bestimmten Gruppen, und da können wir ein bisschen rotieren. Das ist im Moment etwas, was für uns sehr gut ist, weil es zum einen für uns besser zu organisieren ist und weil das, glaube ich, auch, und das haben uns die Schülerinnen und Schüler rückgespiegelt, einfach viel angenehmer ist für die zum Arbeiten und auch in kleineren Gruppen dann Dinge aufführen zu können.
Zusammenfassend lässt sich glaube ich sagen, die Aufführungen sind für uns einfach ein ganz wichtiger Teil des Lehrplans. Jetzt hast du von Aufführungen gesprochen und ich weiß aber, ihr macht ja auch Gastspiele. Ja. Also ich glaube, das sollte man vielleicht noch mal unterscheiden. Also das eine ist ja das, was ihr selber plant, macht, veranstaltet auch. Wo ihr der Veranstalter seid, und dann gibt es eben Gastspiele, wo ihr eingeladen werdet.
Jetzt hat es in jüngerer Vergangenheit, sage ich mal, hat es ja ein ganz spektakuläres gegeben. Das war, glaube ich, für wen genau? Sag noch mal. Ja, es gab jetzt der Tradition folgend, dass Michael-Jackson Fans zu Halloween, den Thriller-Tanz von Michael Jackson gern irgendwo aufführen. Das bekannteste Beispiel ist dafür, glaube ich, in New York, wo es jedes Jahr eine Thriller-Parade gibt. War jetzt die Überlegung, wo es doch das große Michael Jackson Musical in Hamburg gibt, dass man so was auch in Hamburg machen könnte.
Und da haben wir uns zusammengetan mit dem ältesten Michael-Jackson-Fanclub in Deutschland oder im deutschsprachigen Raum sogar. Malibu heißt der, und haben mit 150 Leuten Thriller in der Wandelhalle im Hamburger Hauptbahnhof getanzt. Ein Teil waren eure Schüler und ein Teil habt ihr selber gecastet, glaube ich. Genau. Also das waren 3 Gruppen von Schauspielern, das waren, oder von Tänzern vielmehr.
Das war zum einen Schülerinnen und Schüler von uns, das waren zum zweiten Mitglieder des Fanclubs. Dann gab es noch ein Casting. Wir haben bei der Stage Entertainment, also den Produzenten des MJ Musicals in Hamburg, ein Casting durchgeführt. Zusammen noch mit anderen Kreativen aus der Red Curtain Show und haben dann bei der Aufführung auch noch Verstärkung bekommen von einem prominenten Michael Jackson Darsteller, nämlich Koffi Missah, den Jacqui und ich auch schon seit fast 30 Jahren kennen, und haben dann diese Aufführung in Hamburg tatsächlich in dieser Riesengruppe mit ganz viel Presseaufmerksamkeit und ganz vielen Zuschauern - wesentlich mehr als wir erwartet haben übrigens - aufführen können.
Das war wirklich ein ganz spezieller Tag. Ich hoffe, dass sich da auch diese jung entstandene Freundschaft zu diesem Fanclub noch weiter vorantragen wird, denn wir sind hinterher noch zusammen ins Musical gefahren und das war wirklich ein runder Tag. Ich glaube, ihr wart deutschlandweit in den Medien. Also ich glaube, keine Nachrichtensendung, egal ob ZDF, ARD, n-tv was weiß ich was, überall lief das tagelang noch.
Also ich habe es glaube ich am nächsten Tag in Rostock irgendwo beim Tennis, lief das da in der Lobby. Unfassbar, die Bilder. Da seid ihr wirklich, also über, aber was ich natürlich meine, ist auch, dass ihr eben Revues oder so bei Gastgebern aufführt, dass ihr also durchaus buchbar seid, dass jetzt, ich sage mal, der Michael Jackson Fanclub auf die Idee kommt, euch zu buchen. Buchen es wahrscheinlich jetzt.
Warten wir es mal ab, aber so, das war jetzt erstmal ein einmaliges Erlebnis. Aber es gibt ja durchaus Gastspiele, die ihr auch immer wieder mal macht in der Region, sage ich mal. Was habt ihr da kürzlich veranstaltet? Ich komme gerade nicht drauf. Im Marstall, genau, 50er Jahre, genau, Back to the 50's hieß das Ganze. Das war eine eine Veranstaltung der Rotarier aus Großhansdorf. Die haben uns eingeladen, den Showteil ihrer Veranstaltung zu übernehmen.
Das war total spannend, weil Jacqui dann als kreative Leiterin der Musicalschule dieses Programm speziell für diese Veranstaltung entwickelt hat. Und das fügte sich dann so ein bisschen unglücklich für uns, weil auf einmal wir eine extrem hohe Dichte an unterschiedlichen Programmen hatten und wir tatsächlich auch Schüler haben, die dann in alle Programme involviert waren. Auch hier hat natürlich gegolten: Keiner musste.
Jeder, den wir da einbauen konnten, den haben wir da eingebaut. Deswegen waren das jetzt sehr extreme Wochen und sehr intensive Wochen. Aber wenn ich jetzt Revue passieren lasse, waren das auch richtig schöne Wochen. Ja, glaube ich doch, oder? Genau, also sowohl für uns als Schule als auch, glaube ich, für die Schülerinnen und Schüler, die mitgemacht haben. Das waren schon Highlights. Für uns aus natürlich mehreren Gründen.
Zum einen ist es toll, wenn wir uns präsentieren können, wenn wir den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten können, sich zu präsentieren. Aber es ist eben auch wichtig, weil Teil der Ausbildung, die wir hier leisten, natürlich auch der Umgang mit solchen Situationen ist. Also es ist schon was anderes, ob ich jetzt eine Choreografie oder eine Szene oder einen Song im Studio einstudiere oder ob ich ihn einer Öffentlichkeit präsentiere.
Das weißt du natürlich selber auch ganz genau. Und da gibt es natürlich sind natürlich schon Techniken, wie gehe ich damit um, und die kann ich halt auch nicht im Studio ausprobieren, die kann ich da versuchen zu lernen, aber der Praxistest ist natürlich dann da ein ganz wichtiger Bestandteil. Ich glaube, so weil du mich jetzt gefragt hast, so wo ich sage, das finde ich natürlich total herausfordernd, ist glaube ich einfach die Unterschiedlichkeit, ne.
Also wenn jemand bei Thriller dabei war, dann Back to the 50's, also ganz anderes Programm, ganz andere Performance. Und dann kam der Nikolaus, glaube ich, die Adventsrevue, eure eigene. Und das sind innerhalb von 30 Tagen oder was 3 völlig verschiedene Programme. Das stelle ich mir sehr herausfordernd vor. Ja, für alle. Das war für alle Richtungen natürlich sehr herausfordernd. Zum einen für die Schülerinnen und Schüler, aber natürlich nicht zuletzt auch für das Team der Musicalschule.
Für die Dozenten. Genau, allen voran natürlich Jacqui, aber alle Dozenten, die jetzt hier in diesem Quartal, muss man ja sagen, irgendwie unterrichtet haben, weil extrem fokussiert an diesen unterschiedlichen Projekten gearbeitet werden musste. Für uns ist ja immer die Herausforderung: Wir wollen auf der einen Seite diese Projektarbeit leisten. Auf der anderen Seite geht es aber auch natürlich darum, dass wir gewisse Grundlagen und Techniken einstudieren wollen, und das geht dann in einem solchen Zeitraum nicht.
Das heißt also, dass wir im Umkehrschluss auch nicht nur Aufführung an Aufführung reihen können, sondern dass es auch im Schuljahr Zeiten geben muss, wo einfach mal, ich sag ganz blöd, gepaukt werden muss. Und dann nicht nur Texte für die Aufführung, sondern wie gesagt Grundlagen und Techniken. Und wir versuchen den Stundenplan natürlich so vielseitig wie möglich zu gestalten. Und dann ist das ein ganz wichtiger Teil.
Aber nur Aufführung, na ja, es ist ja wie wenn eine Fußballmannschaft nie trainieren würde, dann wird man zwar auch besser, aber nicht in dem Rahmen, wie es möglich wäre, wenn man auch mal ein vernünftiges Training macht. Ich habe ja gelernt, wer trainiert, kann nichts. Ja, den Spruch gibt es beim Theater ja auch. Wer übt, kann nichts und fällt den Kollegen in den Rücken. Aber schwierig. Wir beide wissen, dass das nicht so ist, auch wenn ich den Spruch kenne.
Weiß ich jetzt nicht so, aber noch mal zurück. Du hattest gerade Jacqui erwähnt. Ja, deine bessere Hälfte. Jacquis Rolle ist ja bei den Aufführungen doch auch sehr im Vordergrund. Definitiv. Ja, also es ist natürlich so, dass das ein wichtiger Teil unserer Arbeit aus unserer Sicht ist, dass wir ja nicht nur die Musicalschule betreiben, sondern noch sehr aktiv auch als selber Kreative im professionellen Markt tätig sind.
Das gilt bei Jacqui natürlich nach wie vor ganz extrem. Sie ist immer noch für Disney ganz viel unterwegs. Sie hatte zwischendurch noch Premiere am Schmidt-Theater, wo sie den Winterglitzer wieder inszeniert und choreografiert hat. Sie ist wahnsinnig aktiv im Markt und das ist für uns auch wichtig, dass wir als Schule nie den direkten Bezug zu dem verlieren, was draußen passiert. Das Letzte, was wir wollen, ist, dass wir uns so zurückziehen in unsere Arbeit, dass das, was wir hier vermitteln, letztendlich mit dem, was draußen passiert, überhaupt nichts mehr zu tun hat.
Und so traditionell Theater auf der einen Seite ist, desto innovativer ist es auf der anderen. Und wer da irgendwie nicht am Puls der Zeit ist, der vermittelt irgendwas, was einfach veraltet ist. Und das passiert uns hier nicht. Nein, das passiert hier nicht. Aber ich glaube, das ist einfach auch noch mal ein Thema für sich. Also das ist, glaube ich, noch mal ein Thema für einen ganz eigenen Podcast, diese ganze Geschichte.
Wie schafft man es immer, am Ohr der Zeit zu sein, sozusagen am Pulsschlag der Zeit, um eine bestmögliche, eine optimale Ausbildung überhaupt zu garantieren? Das ist ein sehr spannendes Thema, finde ich. Aber da noch mal zurück. Also Jacqui hat gleichzeitig, während bei euch diese 3 Aufführungen im Raum standen, hat sie noch mal einen Winterglitzer gemacht. Am Schmidt's Tivoli, ist das richtig?
Genau, am Schmidt's, nicht am Tivoli. Aber das sind ja, das ist ja eine Instanz, muss man einfach mal sagen, also das ist ja eine Rieseninstanz in Hamburg. Genau. Und dann hat sie noch nebenbei Disney. Genau, da war es jetzt ein bisschen ruhiger, aber ich glaube, innerhalb von 6 Wochen gab es also diese 3 Aufführungen mit der Musicalschule, dann die Premiere vom Winterglitzer, und ganz nebenbei war sie noch mal am Staatstheater in Wiesbaden, hat da noch eine Choreografie mit einstudiert, produziert und entwickelt.
Also das waren 5 Premieren innerhalb von, ich glaube, ungefähr 6 Wochen oder 5 Produktionen. Ich glaube, der Premierenabstand, die Premierendichte war noch höher. Das ist dann auch für uns krass. Ja, ja. Wie macht Jacqui das dann? Also musst du ihr dann Tee kochen oder? Naja, das gehört für uns ja als Ehepaar irgendwie dazu, dass man versucht, irgendwie das aufzufangen Letztendlich muss man da sagen, wir sind es als Künstler gewohnt, dass es Zeiten gibt, wo es mal nicht so rund läuft, und deswegen freuen wir uns umso mehr und sind da umso dankbarer, wenn es mal gut läuft.
Und dass wir uns da gegenseitig unterstützen, das ist für uns selbstverständlich. Klar. Ja, das gehört dazu, sage ich immer gerne, weil ich euch beide ja auch schon eine ganze Weile kenne. Und so zusammen erlebe. Das ist wahrscheinlich für viele unvorstellbar, was ihr für ein Pensum habt. Aber ich glaube, das zeigt mal ganz gut, was sie da alles innerhalb von einer kurzen Zeit mal eben kurz macht und dann aber dabei noch diese Power hat.
Und vor allen Dingen, sie hat ja auch so ein total mitnehmendes Temperament, finde ich. Also das ist etwas, ihr werdet ja Jacqui hier auch noch erleben. Jeder, der glaube ich mit Jacqui zu tun hat, der weiß, wow, diese Person nimmt mich mit. Ja, ja. Und die ganzen Schülerinnen und Schüler dann mitzunehmen zu 3 solchen Aufführungen, das ist schon der Hammer. Mal Butter bei die Fische. Ich stelle jetzt wieder so eine coole Frage, auf die du nicht vorbereitet bist.
Na, ich bin gespannt. Sagen Sie, wie viel kostet es denn, wenn ich jetzt eine zweistündige Revue von der Musicalschule bei mir zu Hause haben möchte? Das kommt total drauf an. Ich weiß, dass das die unangenehmste Antwort ist, die jemand bekommen kann, aber letztendlich ist es tatsächlich so, dass für uns sich immer die Frage stellt: Wie können wir das überhaupt leisten? Ist das etwas, was wir bespielen können mit Dingen, die wir vielleicht sowieso im Repertoire haben?
Ist das etwas, wo wir vielleicht ganz konzentriert noch extra drauf hinarbeiten müssen, ist das so etwas, wo wir vielleicht auch extra Proben brauchen. Das ist für uns dann immer mit extra Manpower verbunden. Insofern, das ist sehr individuell. Es ist für uns natürlich ein Bereich, wir möchten das eigentlich sehr gern auch kostengünstig anbieten können, weil wir natürlich auch sehen, wir verstehen uns als Teil der Gemeinschaft hier, der Umgebung, der Region.
Da möchten wir unseren Beitrag auch zum kulturellen Leben beitragen. Nichtsdestotrotz, wir müssen auch irgendwie dafür sorgen, dass die Miete reinkommt, und das versuchen wir so günstig wie es geht abzubilden. Das kommt auch ein bisschen darauf an, was ist denn jetzt tatsächlich der Mehrwert für unsere Schülerinnen und Schüler. Bieten wir denen ein Forum, wo es tatsächlich interessant ist aufzutreten, oder ist das irgendwann so ein Thema, naja, wir machen jetzt wieder Promo für Jacqui und Hauke.
Das darf natürlich nicht sein. Nein, also ich glaube, dass da so eine Veranstaltung wie bei den Rotariern ja durchaus sehr attraktiv ist. Und das war glaube ich das erste Mal die Zusammenarbeit? Ja, genau. Also das ist ja bei diesen Organisationen durchaus auch so, dass es da in dem, ich sag mal, im Management irgendwie einen Wechsel gibt. Das ist ja systematisch vorgesehen und hier ist das natürlich dann spannend, weil auf einmal zwei Parteien miteinander sprechen, die sonst irgendwie keine gemeinsame Sprache etabliert haben.
Und das hat jetzt hier Gott sei Dank sehr gut funktioniert. Das war für beide Seiten eine wichtige Veranstaltung, weil natürlich, wenn ich als Verein eine solche Veranstaltung ins Leben rufe, dann möchte ich nicht, dass irgendwie das am Entertainment Block irgendwie dann scheitert und alle denken, oh Gott, das war ja jetzt eher zum Fremdschämen. Auf der anderen Seite müssen wir eben auch gucken, wie können wir das gewährleisten.
Aber hier sind einfach, glaube ich, zwei sehr offene Seiten aufeinander getroffen und dann hat es zu dem gewünscht guten Ergebnis geführt. Ich frage jetzt nicht, was wann die nächsten Aufführungen sind. Aber ich frage: Wird es wieder welche geben? Definitiv ja! Also wir haben jetzt ganz konkret einige Sachen schon in der Pipeline. Die Dinge haben zum Teil ja auch großen Vorlauf. Großer Vorlauf ist für uns immer ein bisschen leichter, aber ich sag mal so: Das Leben an der Musicalschule wird nicht langweiliger.
Und neben den Old Favorites, also wir freuen uns natürlich auch auf das eingangs erwähnte Ahrensburger Stadtfest wieder, gibt es auch neue Formate und wir probieren ja auch viel aus. Also wir merken, bestimmte Dinge funktionieren gut, andere Dinge funktionieren vielleicht besser, dann gucken wir eher in die Richtung, was besser funktioniert hat. Gibt es, hat es sowas schon mal gegeben? Also das ist so eine Frage: Auswärts-Gastspiele außerhalb vom Hamburger Hauptbahnhof jetzt mal, also weil das war ja natürlich ein Auswärts-Gastspiel, aber wo ihr richtig richtig reisen musstet?
Gab's sowas mal? Ja, das gab's schon sehr früh tatsächlich in der Geschichte der Musicalschule. Auch für mich nach wie vor ein unfassbares Highlight, als damals Das Wunder von Bern als Musical in Hamburg lief. Da wurde eine Promotion geplant bei Florian Silbereisen in der Show, und das war ja eine Show, wo es sehr viele Kinderdarsteller gab. Und Kinderdarsteller und das deutsche Recht, das sind so zwei Themen, die nicht immer so ganz leicht sind.
Das heißt, Stage Entertainment wusste damals, wir können da keine Kinderdarsteller, die in der laufenden Produktion sind, hinschicken oder nur sehr wenige. Und die hat man dann ergänzt durch Schülerinnen und Schüler von uns, auch den schon erwähnten Sohn Eric von uns, aber auch andere, die dann speziell für diese Promo einstudiert wurden. Da hat man dann auch so ein Medley aufgeführt aus dem Musical und da haben dann unsere Schülerinnen und Schüler eine relativ kleine Gruppe, aber die konnten eben dann direkt mit Stage Entertainment da zusammenarbeiten unter Jacquis Führung und sind dann im Fernsehen gewesen bei Florian Silbereisen.
Also das ist natürlich auch so ein Highlight und da ging es nach Riesa. Das war eine ganz schöne Strecke. Das ist eine weite Fahrt. Ja, das ist mehr meine Ecke. Genau. Aber dann würde ich sagen, haben wir glaube ich die wichtigsten Punkte auch beim ganzen Thema Aufführung gut besprochen? Ich denke schon, ja, genau. Also das ist halt ein wichtiges Thema, mit dem wir versuchen, sehr sensibel umzugehen, und letztendlich ein Thema, was auch denjenigen, die vorher vielleicht so ein bisschen Bammel vor der Aufführung haben, in der Regel hinterher richtig Spaß gemacht hat.
Ende gut, Aufführung gut. Oder umgekehrt: Aufführung gut, Ende gut. Falls ihr Anregungen habt, Kommentare, Wünsche, welche Stücke z.B. mal zur Aufführung gebracht werden sollten, ja, immer gern da rein in die Kommentare. Oder ja, Instagram, ne, @musicalschule, da findet ihr uns und da folgt ihr uns hoffentlich ja auch schon. Da freuen wir uns auch über eure Nachrichten, Feedback, Kritik, Anregungen Fragen und Wünsche?
Überhaupt möchte ich mal sagen, es gibt ja verschiedenste Möglichkeiten der Musicalschule, das sage ich jetzt mal in eigener Sache auch, der Musicalschule zu folgen. Also es gibt ja Instagram, haben wir jetzt ja schon ein bisschen beleuchtet. Es gibt natürlich für die Älteren unter uns auch Facebook, und für die Jüngeren unter uns gibt es TikTok. Auch dort haben wir einen Auftritt, der ist, der könnte noch besser werden, ja, mit eurer Hilfe.
Aber da sind wir auch fleißig. Dann haben wir YouTube, wir haben eine Website und es gibt, ganz wichtig, es gibt einen Newsletter und den Newsletter, dafür möchte ich mal Werbung machen, da stehen wirklich die wichtigsten Dinge zuerst drin. Genau. Also anmelden für den Newsletter noch so als Hinweis in eigener Sache und dann würde ich sagen, Achtung, die richtige Hand hoch. Ciao, bis dann!
