Weiterschauen?
Du warst bei 00:00
Auf die Bühne, fertig, los!
🎙️ Podcast Auf die Bühne, fertig, los!
S01E01 📅
Für wen ist die Musicalschule das richtige Angebot?

Hauke und Marc über Talentförderung, realistische Chancen und ehrliches Feedback für angehende Performer

Podcast Auf die Bühne, fertig, los! – Für wen ist die Musicalschule das richtige Angebot?
⏱️ 19 Minuten 4 Sekunden

Wer sollte an die Musicalschule Ahrensburg gehen – und wer eher nicht? In dieser Episode klären Hauke Wendt und Marc Brendemühl, ob es wirklich um Vorkenntnisse geht, wie realistisch der Weg in die Profi-Karriere ist, und warum ehrliches Feedback wichtiger ist als falsche Hoffnungen. Marc erzählt auch von seinem kritischen Moment während des Studiums, als zwei Welten aufeinanderprallten – und wie diese Erfahrung die Philosophie der Schule heute prägt.

▶ Play video for subtitles
Diskutiere mit uns!
Auf YouTube kommentieren

Wir freuen uns über dein Feedback und deine Fragen!

📑 Kapitel

  1. 00:00 Intro und Thema des Tages
  2. 00:45 Was ist das breite Spektrum der Schule?
  3. 02:45 Profis vs. Breitensport – Das Verhältnis
  4. 05:00 Was braucht man wirklich – Vorkenntnisse?
  5. 06:45 Wie schwierig ist der Weg zur Karriere?
  6. 09:00 Die Realität nach der Hochschule
  7. 11:00 Marcs Geschichte: Buddy Holly und das Studium
  8. 13:00 Am Puls der Zeit bleiben – Die Lehre daraus
  9. 14:30 Ganz ehrliches Feedback statt falsche Hoffnungen
  10. 16:00 Scheitern im künstlerischen Beruf
  11. 17:30 Nächste Folge und Kontakt

📜 Transkript

Transkript 3.085 words

Herzlich willkommen bei "Auf die Bühne, fertig, los!", dem Podcast der Musicalschule Ahrensburg. Ich bin immer noch Hauke Wendt und bei mir ist wieder Marc Brendemühl. Überraschung! Ich bedanke mich ganz herzlich, dass ich dabei sein darf. Danke dir! Liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer, liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer. Und alle dazwischen und drumherum. Wir haben heute ein ganz spezielles Thema, und zwar wollen wir uns mit der Frage beschäftigen: Für wen ist die Musicalschule eigentlich genau das richtige Angebot?

Und ich freue mich natürlich, dass du so ein kompetenter Antwortgeber bist für diese Frage, ebenso wie für viele andere Fragen. Aber ich möchte dir diese Frage jetzt heute stellen. Wie sieht das da aus, Hauke? Was denkst du da? Ja, da haben wir uns natürlich ganz viele Gedanken gemacht und ich freue mich, dass ich einmal hier im Rahmen unseres Podcasts die Möglichkeit habe, da unsere Gedanken zu teilen, und freue mich jetzt schon darauf, dass es ja vielleicht auch den ein oder anderen Kommentar dazu geben wird oder die eine oder andere Rückfrage.

Denn das Spektrum, was wir hier abdecken, für wen ist unser Angebot eigentlich geeignet, das ist ziemlich breit. Wir haben angefangen eigentlich damit, weil wir selber aus der Profiwelt kommen und haben uns gesagt: Na ja, wir möchten eigentlich ein Angebot machen, was sich qualitätsmäßig so nach oben absetzt, dass es für alle genau geeignet ist, die selber mal auf der Bühne als Profi stehen wollen.

Das war das erste Motto. Und diese Gruppe ist nach wie vor eine, die es hier an der Musikhochschule gibt und die wir sehr lieben und wo es auch die ersten gibt, die tatsächlich schon an den Hochschulen sind. Darüber hinaus gibt es aber tatsächlich auch das, was man vielleicht eher so Richtung Breitensport bezeichnen möchte. Also jeder, der vielleicht Lust hat, nicht mal unbedingt nur konkret Musical zu machen, sondern auch Schauspiel, Tanz und Gesang.

Das sind ja 3 Bereiche, die wir abdecken. Kennenzulernen, sich da auszuleben oder einfach mal eine verdammt gute Zeit zu haben. Also die Menschen wie du und ich. So ungefähr. Mehr die Menschen wie ich, weniger die Menschen wie du. Du warst Profi. Du bist immer noch Profi und ich bin nie Profi gewesen in dem Bereich, aber ich habe auch auf keiner Bühne gestanden. Also insofern, na ja, also auf keiner Musicalbühne.

Das habe ich nie gemacht. Aber da eingehakt, wie ist denn so das Verhältnis an der Schule? Also habt ihr mehr Schüler, die in den professionellen Bereich streben, oder habt ihr mehr Schüler, die das als Breitensport ansehen? Verhält sich das Pari Pari? Wie ist das so bei euch? Das weiß man ja manchmal gar nicht so ganz genau, bei jüngeren Schülern vor allem. Also wir achten darauf, dass jeder die Möglichkeiten bekommt, die er auch gern hätte.

Und ich glaube, dass es so ist: Es gab vor einiger Zeit tatsächlich die erste Schülerin, die sich offen dazu bekannt hat: Ich möchte Profi werden. Und die hat es dann auch geschafft, hat gleich das Probe- Spiel wollte ich gerade sagen, das sagt man bei uns Musikern, aber hat die Aufnahmeprüfung an der Universität der Künste in Berlin geschafft und ist dahin gegangen. Und das war so ein bisschen das Startsignal, dass andere sich getraut haben zu sagen: Ja, ich möchte das eigentlich auch.

Und ich glaube, dass es aber so eine gewisse Dunkelziffer gibt von jungen Menschen, die vielleicht diesen Traum haben und sich das aber entweder sich selbst gegenüber oder vielleicht auch den Eltern oder uns gegenüber noch nicht so trauen, das anzusprechen. Ich glaube, das gibt da eine relativ hohe Dunkelziffer. Aber die werden von uns auch jetzt nicht anders behandelt als jemand, der sagt, ich möchte einfach nur einmal die Woche herkommen und Spaß haben.

Denn jeder soll auf seinem Niveau eigentlich abgeholt werden und das machen können, worauf er Lust und Laune hat. Das sind ja meistens Menschen, die auch ein gewisses Understatement pflegen. Ja, also das ist ja höchstwahrscheinlich, hängt das damit zusammen, würde ich denken, oder? Ich glaube auch, ja. Und ich glaube, dass es bei einigen vielleicht auch so ein bisschen die Angst oder die Zweifel an der eigenen Courage sind irgendwie.

Deswegen glaube ich, dass dieser erste Fall sozusagen, wo jemand sich getraut hat zu sagen, ich will das, ich will das ausprobieren, ich weiß nicht, wie weit ich komme, aber ich will zumindest mal versuchen, die Chance zu ergreifen, da gehört auch schon sehr viel Mut zu. Insofern glaube ich, dass wenn jemand das gern möchte und sich noch nicht traut, das zu sagen, das ist völlig legitim. Das ist wahrscheinlich der Stein, der die Mauer zum Einsturz bringt.

Vielleicht, aber unabhängig davon, wenn ich jetzt also vielleicht noch nicht so sicher darin bin, ob das jetzt mein Berufswunsch sein sollte oder nicht, sondern wenn ich einfach erst mal engagiert bin, was sollte ich mitbringen? Eine gewisse Begeisterungsfähigkeit. Ja, also ich glaube, es geht hier weder darum, dass jeder daherkommt, nur nun der große Sänger sein muss oder schon die großen Vorkenntnisse im Ballett haben sollte oder schon mal einen Shakespeare gespielt haben sollte.

Das ist gar nicht das Thema. Oftmals ist es ja so, dass man sich als Lehrer ein bisschen leichter tut, wenn man auf ein unbestelltes Feld trifft und tatsächlich Dinge von Anfang an neu erlernen kann. Es ist immer leichter, etwas neu zu lernen als etwas umzulernen, sozusagen. Aber Das ist eigentlich gar nicht das große Thema. Es kann jeder, der eine gewisse Begeisterungsfähigkeit und ein Interesse an diesen Disziplinen hat.

Es kann auch sein, wir haben einige, die kommen tatsächlich von ihrer Leidenschaft zum Musical als Genre und wollen dann das Handwerk dazu erlernen. Da gibt es verschiedene Ansatzpunkte und wir freuen uns letztendlich über jeden, der eine gewisse Begeisterungsfähigkeit mitbringt oder schon einfach begeistert ist, eine Leidenschaft mitbringt. Wenn du dir anschaust, also wie viele Leute an einer Hochschule dann in diesem Bereich sich bewegen, wenn die dann tatsächlich auf die Bühne kommen, fassen die sofort Fuß, oder ist das auch da, ist da noch die, na, ich will sagen, die Gefahr zu scheitern nachher?

Ja, extrem, die ist extrem groß. Also ich würde mal sagen, es kommt natürlich so ein bisschen darauf an, was ist die eigene Ambition. Also es gibt ja etliche viele, die gehen an eine Hochschule. Wir sind ja berufsausbildungsvorbereitend, also der Schritt vor der Hochschule. Es gibt dann viele, die selbst wenn sie die Hochschule schaffen, die dann den Schritt auf die von ihnen angestrebte Karriere nicht mehr schaffen.

Aber auch da ist es natürlich so, was ist es, was ich möchte? Möchte ich wirklich nur auf den großen Bühnen stehen? Möchte ich überhaupt irgendwie es schaffen, davon leben zu können, egal Was genau ich mache und wie groß oder renommiert ist die Bühne, an die ich komme, das sind ja auch nochmal unterschiedliche Vorstellungen. Aber ich glaube, jeder oder jede, die es schafft, irgendwie davon leben zu können, auf einer Bühne zu stehen oder davor oder dahinter, die verdienen unseren großen Respekt.

Denn das ist, glaube ich, ein verschwindend geringer Prozentsatz von denen, die es ursprünglich mal versucht haben, davon leben zu können und es dann nicht geschafft haben. Ja, ich kann mir das gut vorstellen. Also ich glaube, das ist ja überall da, wo die hohe Profession nachher eben auch wirklich die Spitzenleistung verlangt und die Spitzenleistung nicht halt nur einmal, sondern jeden Abend. Und da ist bestimmt, da trennt sich die Spreu vom Weizen.

Wie gut könnt ihr bei euch den Schülern Schülerinnen, die ein bisschen ambitionierter sind, da schon was mit auf den Weg geben? Ich glaube, das ist sehr, sehr viel. Also ich glaube, das geht zum einen mit dem Ansatz herum, es geht damit los, dass wir niemandem versprechen, wir machen dich zum Star oder wir bringen dich ganz groß raus oder so was. Das sind Versprechungen, die machen andere, und die sind aber alle natürlich total unseriös.

Denn selbst wenn jemand sich durch die Zeit an der Musicalschule sehr gut schlägt und alles an Fördermöglichkeiten mitnimmt, dann ist das noch immer kein Gewähr dafür, dass wirklich die Karriere so gelingt, wie man sich das vorstellt. Ich weiß zum Beispiel, als ich angefangen habe, selber zu studieren an der Musikhochschule, da hieß es ganz klar von Seiten der Professoren aus: Jemand, der anfängt an der Musikhochschule, der muss 85 bis 90% von dem beherrschen, was er zum Abschluss können muss.

Muss. Und wir brauchen trotzdem 4 Jahre, um diese letzten 10 bis 15 Prozent herauszukitzeln. Und ich glaube, diese Zahlen sind eine ganz gute Darstellung davon, wie schwierig dieser Weg eigentlich ist. Denn der Beginn des Hochschulstudiums ist leider immer noch erst der Anfang von dem, was erforderlich ist für den Abschluss. Und der Abschluss ist noch immer kein Gewähr für eine erfolgreiche Karriere.

Also, ich glaube, die, die es wirklich so schaffen, dass man sagt: Mensch, da möchte ich gerne hin, Das ist ein einstelliger Prozentbereich, wenn überhaupt. Das ist ein sehr, sehr steiniger Weg. Aber wir versuchen natürlich, das zu unterstützen, ohne jedoch falsche Hoffnungen zu wecken. Und hast du so das Gefühl, wenn du das einem jungen Menschen sagst, dass der eher ab— also sich davon abgestoßen fühlt, da weiter den Weg zu versuchen?

Oder ist es eigentlich eher so, dass sie sagen, nein, jetzt wollen wir doch mal gucken, ob ich nicht doch ganz zurück dazu— Es kommt natürlich sehr auf die einzelnen Personen drauf an. Und das ist aber, glaube ich, der gute Test, weil letztendlich die Frage ja ist: Wie sehr brenne ich dafür? Wie weit bin ich bereit, auch dafür Leid in Kauf zu nehmen? Wie weit bin ich bereit zu gehen, auch vielleicht mal über die eigene Schmerzgrenze hinaus?

Und das ist Voraussetzung. Also in Deutschland tun wir uns teilweise immer noch so ein bisschen schwer, weil wir sagen: Na ja, du wirst das schon schaffen und das klappt irgendwie schon. Während in anderen Ländern, ich denke zum Beispiel an Musikerkollegen, die teilweise unfassbar gute Ausbildung dort bekommen haben, gleich mit auf den Weg bekommen haben: Na ja, du machst besser parallel schon deinen Taxenschein, weil die Wahrscheinlichkeit, dass du nachhaltig und immer von der Musik leben wirst, doch extrem gering ist.

Ich kann mich daran erinnern, dass es bei dir auch so einen Moment gegeben hat in deinem Studium, glaube ich. Das hast du mir mal so erzählt. Du hattest angefangen, Buddy Holly zu machen, und ein Professor von dir oder mehrere Professoren waren not amused. Und haben dir, glaube ich, versucht klarzumachen, dass du damit aufhören sollst, weil du dein Studienfach dadurch gefährdest. Und wie war das genau und was hast du gemacht?

Na ja, die Sache war eigentlich noch ein bisschen komplexer, denn ursprünglich wurde ich dazu motiviert, diesen Job anzunehmen. Und das hat natürlich aber auch einen gewissen Preis, wenn man dann während des Studiums schon ein solches Engagement hat. Und dieser Preis Wurde damals, glaube ich, nicht so ganz erkannt. Da kamen aber auch noch ganz viele andere Dinge hinzu. Unter anderem war das auch ein Thema, nämlich dass dort Professoren waren, die nicht mehr so am Puls des Alltags waren, wie sie es vielleicht hätten sein können, um mir besser zu helfen.

Aber um dieses ganze Thema abzurunden, das hat halt nicht gut geendet. Da sind einfach dann zwei Welten aufeinandergestoßen und ich habe mich dann entschieden zu sagen, ja gut, dann ist Vielleicht dieses Studium dann doch nicht das Richtige für mich und habe mich dann voll auf die ja schon begonnene Karriere konzentriert. Und im Nachhinein kann ich Gott sei Dank sagen, für mich hat es funktioniert.

Absolut die richtige Entscheidung, muss ich sagen. Also ich habe das damals schon so gesehen, als du mir das erzählt hast. Ich weiß, du warst in einer, es war für dich auch konfliktbehaftet. Na klar. Und du wusstest ja nicht, ist das die richtige Entscheidung oder nicht? Konnte man damals ja auch nicht ahnen. Aber ich weiß, dass ich das so als als jemand, der dich von außen betrachtet hat, dass ich immer gedacht habe, ja, der macht das Richtige.

Aber ich kann mir jetzt so vorstellen, dass das halt auch ein Auslöser für euch ist, zu sagen, wir müssen immer am Zahn der Zeit sein. Wir haben das ja schon mal in einem anderen, in einer anderen Podcast-Folge auch gestriffen, dieses Thema. Das heißt also, die Arbeit mit den jungen Menschen, die muss halt alles wahrscheinlich beinhalten. Die müssen alles wissen, alles können, um auch beurteilen zu können, ob sie wirklich den Weg gehen wollen.

Genau, und ich glaube, es geht vor allem auch über das rein Fachliche hinaus. Also es wird heute von jungen Menschen, die versuchen, an eine Hochschule zu kommen, sehr viel verlangt. Die müssen toll tanzen können, die müssen toll spielen können, die müssen toll singen können, aber ganz wichtig ist natürlich auch eine gewisse menschliche Reife, und die hat man natürlich als jugendlicher Mensch aus der Perspektive eines alten Menschen vielleicht noch nicht ganz so.

Aber der Ansatz und der Wille und der Biss, das sind die Dinge, die nachher letztendlich total ausschlaggebend sind. Und das ist etwas, diese Leidenschaft im positiven Sinne, die versuchen wir hier zu fördern. Und letztendlich aber auch jemanden, der diese Leidenschaft vielleicht nicht hat, sondern wo wir nennen das dann so ein bisschen, na ja, jemand ist castingshowgeschädigt. Ich kann mit wenig Aufwand jetzt versuchen, eine eine gewisse Prominenz zu erreichen.

Das funktioniert in der Praxis nicht. Und das versuchen wir hier auch deutlich zu kommunizieren. Wenn uns jemand anspricht, und das gibt es ja nun dann doch schon relativ oft, und sagt: Mensch, ich würde das gern versuchen, wie schätzt ihr das ein? Dann ist für uns immer ganz wichtig, dass wir sagen: Wir geben dir da ganz ehrliches Feedback, weil es niemandem etwas bringt, wenn wir da falsche Hoffnungen wecken oder wenn wir sagen: Das schaffst du schon ganz bestimmt, und wir aber eigentlich Zweifel haben.

Sondern dann sagen wir das ganz direkt und sagen: Ja, also fachliches Potenzial sehen wir zum Beispiel, aber wir sind uns nicht sicher, ob du wirklich bereit bist, das dafür zu investieren, was du dann letzten Endes doch investieren müsstest. Habt ihr euch schon mal in jemanden ganz doll getäuscht? Nee. Ich glaube nicht. Also es gibt natürlich Es gibt durchaus Fälle, wo man sagt, na ja, also in Nuancen liegt man da irgendwie daneben.

Aber ich glaube, dass wir so grundsätzlich danebengelegen haben, das hat es bisher noch nicht gegeben. Hat es das schon mal gegeben, dass du jemanden auf einer Bühne, also in deiner Profession jetzt gesehen hast, mit dem zusammengearbeitet hast und gedacht hast, boah, der oder die macht ja jetzt hier noch eine mega Karriere garantiert, und dann Hat sich rausgestellt, ein paar Jahre später irgendwie, die Person ist einfach im Erdboden, also nicht verschwunden, aber ist halt nicht, hat nicht diese Karriere gemacht.

Ja, das gibt es relativ häufig. Und das sind ganz spannende Fälle, die zum Teil natürlich auch eine gewisse Tragik haben. Aber man darf eins nicht vergessen: Je weiter oben du auf dieser Leiter stehst, desto höher ist die Fallhöhe im wahrsten Sinne des Wortes und der Druck. Der auf Menschen da lastet, der ist extrem hoch. Und wir sehen natürlich als Publikum dann die Krönung in der Aufführung und im Schlussapplaus und in dem Erfolg.

Aber das Scheitern auf verschiedensten Ebenen, ob das ist, weil ich zu Vorsprechen gehe und die Rollen nicht bekomme, weil ich die Rolle bekommen habe, aber mit dem Druck nicht umgehen kann, weil ich ein Engagement hatte, aber das Folgeengagement nicht bekommen habe oder was es da alles noch geben kann. Das ist extrem viel. Ich glaube, dass das tatsächlich auch ein sehr spannendes Thema ist. Definitiv.

Eine weitere Folge, mindestens vielleicht sogar nur eine, also vielleicht sogar zwei. Ja. Dieses ganze Thema: Wie gehe ich mit Scheitern um? Wie ist das mit meiner Psyche? Wie ist das darum bestellt? Ich glaube, dass das bei künstlerisch tätigen Menschen, bei Spitzensportlern weiß man das, bei künstlerisch tätigen Menschen auch. Und das ist natürlich auch ganz besonders für Menschen, junge Menschen, die so einen Beruf eventuell ergreifen wollen, ein wichtiges Thema.

Definitiv. Aber ansonsten würde ich jetzt sagen, wir sind wahrscheinlich unserem Thema jetzt sehr erschöpfend nahe gekommen. Wenn ihr noch Fragen habt oder Anregungen oder Kritik, positiv natürlich vor allen Dingen. Wer weiß, vielleicht seht ihr es auch ganz anders, als ich es jetzt beschrieben habe. Na, das weiß ich nicht. Wer möchte das denn anders sehen als Der oder diejenige kann uns zum Beispiel— Achtung— in die Kommentare schreiben.

So, ihr uns bei YouTube folgt. Genau. Oder aber bei Instagram gibt es noch die Möglichkeit. Ihr folgt uns ja bestimmt auch schon @musikalschule. Da könnt ihr uns ja auch einfach vielleicht eine direkte Nachricht schicken. Und dann beantworten wir die auch. Und ansonsten würde ich jetzt einfach sagen: Hasta la vista, Baby! Maybe. Genau. Macht's gut. Bis zum nächsten Mal. Ich freue mich drauf. Dankeschön.

Der oder diejenige, Kann uns zum Beispiel, Achtung, in die Kommentare schreiben. So, ihr uns bei YouTube folgt. Genau. Oder aber bei Instagram gibt es noch die Möglichkeit. Ihr folgt uns ja bestimmt auch schon @musikalschule. Da könnt ihr uns ja auch einfach vielleicht eine direkte Nachricht schicken. Und dann beantworten wir die auch. Und ansonsten würde ich jetzt einfach sagen, hasta la vista, Baby. Baby. Genau. Macht's gut. Bis zum nächsten Mal. Ich freue mich drauf. Dankeschön.

❓ Häufige Fragen

Muss ich schon singen, tanzen oder spielen können, um zur Musicalschule zu gehen?
Nein. Hauke und Marc sagen deutlich: Vorkenntnisse sind nicht das Wichtigste. Viel eher zählt deine Begeisterungsfähigkeit und dein echtes Interesse an Schauspiel, Tanz und Gesang. Manchmal ist es sogar leichter, von Anfang an neu zu lernen, als alte Gewohnheiten umzulernen.
Wie realistisch ist es, als Performer davon zu leben?
Ehrlich gesagt: Die Chancen sind sehr gering. Marc erklärt, dass selbst Hochschul-Absolventen oft nicht die erhoffte Karriere erreichen. Aber wer es schafft – egal ob auf großen oder kleineren Bühnen – verdient großen Respekt. Die Schule verspricht dir nicht, dich zum Star zu machen, sondern bereitet dich realistisch vor.
Gibt es unterschiedliche Kurse für ehrgeizige und weniger ehrgeizige Schüler?
Ja, aber nicht getrennt. Alle Schüler bekommen die gleiche hochwertige Ausbildung, werden aber auf ihrem jeweiligen Niveau abgeholt. Jeder darf das machen, worauf er Lust hat – ob das der Weg in die Profession ist oder einfach eine gute Zeit mit Freunden.
Was hat es mit Marcs Buddy-Holly-Geschichte auf sich?
Marc hat während seines Musikhochschul-Studiums in einer Band gespielt und wurde von Professoren dafür kritisiert – man sah darin eine Gefährdung seines Studiums. Am Ende hat er sich für die Musik-Karriere entschieden und das Studium abgebrochen. Rückblickend war das die richtige Entscheidung, und diese Erfahrung zeigt: Die Schule muss immer wissen, was in der echten Welt passiert.
Wie geht ihr mit Schülern um, bei denen ihr zweifelt?
Mit ganz ehrlichem Feedback. Die Schule sagt dir direkt, wenn sie sieht, dass du zwar Talent hast, aber vielleicht nicht die nötige Leidenschaft oder Bereitschaft für den harten Weg mitbringst. Das ist kein Ausschluss – es ist eine realistische Orientierungshilfe, damit du die beste Entscheidung für dich treffen kannst.

🎧 Podcast abonnieren

🔗 Episode teilen

WhatsApp
Auf die Bühne, fertig, los!
Für wen ist die Musicalschule das richtige Angebot?
00:00 / 19 Minuten 4 Sekunden
Space Play / Pause
10 sec. back
10 Sek. vor
? Hilfe ein/aus