Weiterschauen?
Du warst bei 00:00
Auf die Bühne, fertig, los!
🎙️ Podcast Auf die Bühne, fertig, los!
S01E04 📅
Die Gründungsgeschichte der Musicalschule Ahrensburg

Marc und Hauke sprechen über die unerwartete Entstehung der Schule – von der Schulprojektwoche bis zu 280 Schülern

Podcast Auf die Bühne, fertig, los! – Die Gründungsgeschichte der Musicalschule Ahrensburg
⏱️ 23 Minuten 2 Sekunden

Wie entstand die Musicalschule Ahrensburg eigentlich? In dieser Episode erzählen Marc Brendemühl und Gründer Hauke Wendt die faszinierende Geschichte: von einer spontanen Schulprojektwoche über monatliche Workshops bis zum Aufbau einer der größten privaten Theaterschulen in der Region. Hörer erfahren, welche Rolle Kinder bei der Gründung spielten, wie das Ehepaar Wendt sich kennengelernt hat, und warum Ahrensburg – trotz Nähe zu Hamburg – der perfekte Standort blieb. Mit Einblicken in die Studios, die Philosophie des Wachstums und ersten erfolgreichen Schülern auf professionellen Bühnen.

▶ Play video for subtitles
Diskutiere mit uns!

Wir freuen uns über dein Feedback und deine Fragen!

📑 Kapitel

  1. 00:00 Intro und Begrüßung
  2. 00:45 Die zentrale Frage: Warum eine Musicalschule?
  3. 02:30 Jacqui und Haukes Kennenlerngeschichte – Buddy Musical 1998
  4. 05:45 Jacquis Ausbildung als Performer und Pädagogin
  5. 07:15 Die Schulprojektwoche: Cats for Kids an der Grundschule am Ahlfang
  6. 09:30 Vom Workshop zur ersten Klasse – 5 Schüler, davon einer der Sohn
  7. 11:45 Das explosive Wachstum: Von 5 auf knapp 280 Schüler
  8. 13:20 Eric und die Wahl des Schwerpunkts Schauspiel
  9. 15:00 Ehemalige Schüler auf professionellen Bühnen
  10. 16:50 Die Studios: Von Bogenstraße 34 zur aktuellen Location
  11. 19:15 Wachstumsvision und Kapazität am Standort
  12. 21:15 Warum Ahrensburg bleibt – für immer
  13. 22:15 Outro und Kontaktmöglichkeiten

📜 Transkript

Transkript 3.794 words

Herzlich willkommen zurück bei "Auf die Bühne, fertig, los!", dem Podcast der Musicalschule Ahrensburg. Mein Name ist immer noch Hauke Wendt und bei mir zu meiner großen Freude ist Marc Brendemühl. Ich bin überrascht, aber sehr erfreut, dass ich wieder dabei sein darf, und wir haben heute für euch ein ganz spannendes Thema am Wickel. Das ist so ein bisschen entstanden auch aus den ersten Podcasts, wo wir dann Nachbesprechungen hatten und auch Fragen bekommen haben.

Und eigentlich so eine wichtige Frage, die wir am Anfang gar nicht beantwortet haben, ist: Warum gibt es eigentlich eine Musicalschule in Ahrensburg? Warum habt ihr das damals überhaupt in Erwägung gezogen, so etwas ins Leben zu rufen? Ja, es hatte niemand die Absicht, eine Musicalschule zu errichten. So oder so ähnlich könnte man die Überschrift, glaube ich, gestalten. Es ist tatsächlich so, dass Jacqui und ich als Gründer der Musicalschule nie wirklich den Plan hatten, so was zu machen.

Interessanterweise ist es so, es gab so ein paar Indizien im Vorfeld. Jacqui hat nicht nur ein Studium als Performer absolviert, sondern auch gleich als Pädagogin. Das heißt, sie hat am College in England das alles gleich schon studiert. Es gab dann für unsere GmbH schon einen Eintrag im Gesellschaftervertrag. Da stand schon was drin von Unterrichten, aber in unseren Köpfen war das eigentlich nicht.

Und dann hat es ein paar Schritte benötigt, um tatsächlich auf die Idee zu kommen: Okay, wir gründen eine Musicalschule. Jetzt halt mal, wir müssen ja mal ganz kurz für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer und Zuschauerinnen und Zuschauer ganz kurz erläutern. Also Jacqui ist ja deine Bessere Hälfte. Auf jeden Fall. Als Erstes sagen, die leider bislang noch nicht im Podcast dabei gewesen ist. Aber wir versprechen euch, sie wird auf jeden Fall in diesem Podcast vorkommen.

Also nicht heute in diesem, aber in einem der weiteren. Und dann auch noch mal und noch mal und noch mal. Mit Sicherheit. Also Jacqui ist deine Frau. Und ich finde, zur Geschichte gehört dazu. Ihr habt euch kennengelernt - wie sollte es anders sein - auf der Bühne oder dahinter oder davor? Ja, genau, wir haben uns kennengelernt hinter der Bühne. Also ich erinnere mich noch daran, das war damals bei Buddy, das Musical.

Stell dir vor, hier ist jetzt so ein Mikro. Genau, das war das Stück, wofür man damals diesen gelben Sack im Hamburger, damals noch Freihafen, gebaut hat. Und Jacqui lustigerweise und ich, wir haben uns mal um 3 Wochen verpasst. Sie war erst da, ist dann gegangen, dann bin ich gekommen. Und dann, 1998 ist das gewesen, haben wir uns dann da tatsächlich kennengelernt. Und dann war die Sache eigentlich relativ klar, dass wir finden, dass wir ein ganz gutes Paar ergeben.

Und seitdem sind wir dann zumindest liiert und auch schon jetzt etliche Jahre verheiratet. Und genau wie es, wie soll es auch anders sein, eine der Rollen, die Jacqui damals gespielt hat, war die der Ehefrau von dem Charakter, den ich damals verkörpert habe. Das war kitschig bis zum Gehtnichtmehr. Sie war, glaube ich, Peggy Sue, richtig? Unter anderem, ja. Sie hat ganz viele Rollen gespielt, aber eine war Peggy Sue und Peggy Sue war die dann spätere Ehefrau des Drummers Jerry Allison von den Crickets, den ich damals gespielt habe.

Habt ihr euch damals also auf der Bühne geküsst oder war das nicht so? Doch, auch. Ja, es gab sogar eine Hochzeitsszene. Ja, und später dann die richtige Hochzeit, bei der ich glaube ich, bei der ihr habt ja an zwei Orten geheiratet. Gefeiert. Genau, gefeiert. Bei der in Ahrensburg war ich dabei. Bei der in England war ich, glaube ich, verhindert oder nicht eingeladen. Ich weiß - wahrscheinlich nicht eingeladen.

Ja, ich schätze auch, da haben wir wirklich nur die engsten 200 Freunde eingeladen. Da hast du vielleicht den Cut dann nicht geschafft. Okay, da war ich raus. Aber nichtsdestotrotz, also Jacqui und du, ihr seid halt sowohl eben privat ein Paar, aber ihr seid vor allen Dingen eben auch geschäftlich ein Paar. Und Jacqui hat Dinge drauf auf dem Kasten, und das ist immer, glaube ich, so auch kennzeichnend für gute Beziehungen, also jetzt geschäftliche, unternehmerische Beziehungen.

Ich meine jetzt gar nicht so sehr private, vielleicht auch, aber das vielleicht nicht gezwungenermaßen. Aber sie hat halt Sachen in ihrem Rucksack, sage ich mal, gelernt, mitgenommen auf ihrem Weg, die du so nicht hattest, während du wiederum Erfahrungen hatte, die du mit eingebracht hast, die sie so nicht hatte. Genau. Und ich glaube, das kann man schon sagen, also da, ihr seid auch als Unternehmer, ergänzt ihr euch halt wahnsinnig.

Und wenn ich das richtig verstanden habe, also ihr Weg war durchaus so, dass man sagen kann, das kann mal, also ihre ganze Ausbildung, dass das kann mal dazu führen, dass man irgendwann auch eine Musicalschule auf die Beine stellt, während das bei dir eher nicht der Fall war. Genau. Also es ist ja so, Jacquis Fokus bei der Ausbildung war auf den Tanz, und für professionelle Tänzer ist es einfach klar, da reicht es normalerweise nicht für eine Karriere bis in die Rentenzeit.

Da muss zwischendurch noch irgendwas anderes kommen, weil das körperlich nicht geht. Und da war die Idee halt vorzubauen, indem sie gleich dieses Studium wo es um pädagogische Dinge, um anatomische Dinge, um lehrende Dinge geht, mitzumachen. Allerdings hatte sie auch nie die Absicht, trotzdem eine eigene Tanzschule oder Theaterschule aufzumachen. Das ist so ein bisschen in die Vergessenheit geraten.

Aber das andere, was du gesagt hast, ich glaube, das ist tatsächlich für viele Beziehungen, egal ob jetzt privat oder geschäftlich, das Geheimnis, dass sich Partner gut ergänzen. Und wir teilen viele Leidenschaften, aber was unsere Skillsets betrifft, Sind die tatsächlich, glaube ich, ganz gut verteilt, auch wenn sie deutlich mehr kann als ich. Und ich glaube ja, natürlich, ich das auf jeden Fall, Hauke, gar keine Frage.

Wie sollte ich dir da widersprechen? Gar nicht. Aber um noch mal ein bisschen auch weiter zu plaudern, weil ich könnte mir vorstellen, dass das auch eine Rolle gespielt hat. Ihr seid nicht nur zu zweit, ihr seid nicht zu zweit geblieben, will ich damit sagen. Ihr habt zwei wunderbare Söhne. Und der eine ist mittlerweile ganz schön groß geworden schon. Den, also der ist ja schon erwachsen. Ja, während der kleinere ist jetzt wie alt?

13. 13. Der ist ja, der ist ja noch so im Schüleralter. Aber ich glaube, bei dem, dass ihr irgendwann diese Schule— haben die Kinder glaube ich wahrscheinlich auch ein bisschen eine Rolle gespielt, oder? Auf jeden Fall. Also ganz konkret sogar. Denn während wir, wie gesagt, nie die Absicht hatten, eine Theaterschule aufzumachen, wir hatten nie die Absicht, Mauer zu bauen. Auch das nicht, nein, genau.

Aber dann hat es sich so gefügt, dass die Grundschule, wo eigentlich unsere beiden Söhne genau wie ich vorher schon hingegangen sind, die Grundschule am Ahlfang in Ahrensburg, die haben dann eine Projektwoche ausgeschrieben und haben Eltern gesucht, die Projekte machen. Und es fügte sich so, dass Jackie und ich beide Zeit hatten, und wir haben dann angeboten, Cats for Kids, und haben eine Woche lang tatsächlich, wir haben Songs erarbeitet, wir haben teilweise, etwas vereinfacht, aber Originalchoreografien erarbeitet, wir haben Kostüme und Bühnenbild selber gebastelt.

Die Schule hat uns damals wirklich ein tolles Forum gegeben und dann haben wir mit den Grundschülern das erste Projekt aufgeführt, wo wir gemeinsam sozusagen dann in Erscheinung getreten sind, auch wenn es noch nicht unter dem Mantel der Musicalschule war. Und dann hat das so einen großen Erfolg gehabt. Ich kann mich ja so ein bisschen daran erinnern. Ich habe es nicht selber miterlebt, aber meine Mutter lebt ja auch noch hier und die ist natürlich großer Fan von der Musicalschule, von euch.

Und die rief mich dann also ganz hektisch an und sagte: Hauke ist in der Zeitung und wie heißt noch seine Frau? „Ja, Jacqui." „Ja, die auch." Und so, also das war ja sehr erfolgreich. Genau, es wurde also gleich das Projekt mit den meisten Bewerbungen von Schülern, da wollten am meisten mitmachen. Und die Schulleiterin damals, die hat dann uns die Bühne in der großen Turnhalle zur Verfügung gestellt.

Und eigentlich wollten wir das nur einmal aufführen, was wir da erarbeitet haben. Das haben wir dann mehrmals gemacht. Und ich weiß noch, dass wir da am Ende dann standen vor der Bühne und mehrere Eltern zu uns kamen und gesagt haben: Ey, das war so toll, und wo können wir denn jetzt unsere Kinder anmelden? Und auf diese Frage waren wir null vorbereitet und mussten dann erst mal überlegen: Was machen wir?

Und haben dann zunächst so ein bisschen als Kompromiss, weil die mehr wollten und wir gar nicht wussten, was wir bieten können, so ungefähr einmal im Monat einen Workshop angeboten. Der lief 3 Stunden lang, und da haben wir dann eine kurze Szene oder einen kurzen Song erarbeitet. Und das war sozusagen die Keimzelle der Musicalschule, die dann irgendwann in den ersten Kurs überging. Da hatten wir 5 Schüler, davon war eins unser Sohn, der Eric, der damals noch Grundschüler war.

Und wenn ich mir jetzt vorstelle, was daraus geworden ist seit 2014, dann ist das natürlich nicht mehr wiederzuerkennen. Wie viele Schüler hat die Schule aktuell? Wir sind bei knapp 280. Das ist ja, ich glaube, für eine private Schule, die ohne jegliche Subventionen auskommen muss, in dieser Kürze der Zeit schon erstaunlich. Ja, vor allen Dingen, also man muss ja dazu sagen, ist auch wirklich ein Special Interest.

Auf jeden Fall, genau. Ist nicht jedermanns Sache. Das ist sehr beachtlich. Also 280 und dann der Vergleich angefangen mit 5, Klammer auf, minus 1, weil das war der eigene Sohn. Wie ist das eigentlich für Eric gewesen, so heißt ja euer Großer, war das für ihn auch gleich ein Herzensprojekt? Thema oder musste er so ein bisschen auch da hingeschoben werden? Da musste er gar nicht hingeschoben werden.

Das hätten wir auch gar nicht gemacht. Also er fand das gut. Wir hätten das grundsätzlich nicht gemacht. Wir hätten, hatten auch nie den Wunsch, dass unsere Kinder jetzt in unsere Fußstapfen treten oder irgendetwas in der Art. Interessant war nur, dass Jackie kommt vom Tanz als Schwerpunkt. Ich komme aus der Musik als Schwerpunkt und Eric hat sich das Schauspiel gesucht als seinen Schwerpunkt.

Also er war nah dran. Er hatte auch gleich ein Thema, was er mit uns zusammen hatte, aber hat sich trotzdem seinen Bereich gesucht. Und das spricht natürlich für so einen jungen Menschen, dass der, dass der sich genauso zielsicher diesen Bereich ausgesucht hat. Eric ist dann auch sehr lang an der Schule geblieben. Mittlerweile hat er andere Interessen, aber das, wie gesagt, das ist für uns völlig in Ordnung.

Ja, aber ich glaube grundsätzlich, er ist ja immer noch sehr nah dran. Auf jeden Fall. Genau. Wir haben jetzt ihn eben gerade ja gesehen. Also er ist ja da, hilft hilft jetzt, glaube ich, irgendwas und ist immer an den Themen dran. Also so habe ich ihn auch erlebt in den letzten Jahren. Er ist ja wirklich richtig toller Typ, so finde ich auch, auf den du sehr zu Recht sehr stolz sein kannst. Und der eben, wenn man mit ihm über Themen spricht, die mit der Musicalschule zusammenhängen, dann da brennt dafür.

Also das ist mein Eindruck immer gewesen, und das ist wahrscheinlich das, wenn denn Schüler irgendwann mal gehen von der Musicalschule allgemein, dass sie wahrscheinlich so viel mitgenommen haben, dass sie einfach auch brennen, möchte ich wetten. Hast du mal jemanden getroffen, der nicht mehr Schüler ist und der immer noch brennt? Also ja, auf jeden Fall. Also das ist, es gibt ja verschiedene Gründe, warum Schüler nicht mehr zu uns zur Schule kommen.

Das können natürlich Dinge sein wie, ich habe überhaupt keinen Bock mehr. Das können ganz praktische Dinge sein wie, ich ziehe wegen Studium oder Ausbildung weg, oder aus anderen Gründen. Wir haben ja auch Schüler dann, die nach Afrika gegangen sind oder sonst was. Das ist klar, dass sie nicht mehr zum wöchentlichen Unterricht kommen. Aber es gibt eben auch die ersten Schüler, vor allem Schülerinnen, die dann den Weg in die professionelle Karriere suchen.

Und wir sind ja eine berufsausbildungsvorbereitende Schule, das heißt, wir bieten keine Berufsausbildung hier selber an. Und das bedeutet zwangsläufig, wenn jemand Profi werden will, den geben wir dann irgendwann an eine Hochschule ab. Und dass die natürlich dann am Brennen sind, ja, das ist natürlich klar. Aber ich glaube, das hat auch viel damit zu tun, dass einfach hier sehr viel Leidenschaft vorgelebt wird.

Und ich glaube, gerade bei Jacqui ist die ja dann auch so ansteckend, dass das für viele Schülerinnen und Schüler einfach dann diese Flamme weiter entfacht. Ich kann mir ja bei der Gelegenheit, ich kann mir gut vorstellen, dass das für manche von euch auch ganz interessant sein dürfte, mal so herauszufinden, wer sind denn diejenigen, die mal an dieser Schule gewesen sind und die jetzt mittlerweile selber auf den Bühnen im Rampenlicht stehen.

Auch hier eine kleine Ankündigung: Das wird auch Teil dieser Podcast-Reihe sein, dass wir euch diejenigen vorstellen, hier präsentieren bei uns oder durch Zuschaltung, wie auch immer. Also das wollen wir nicht unter den Tisch kehren lassen, aber wir nennen heute keine Namen. Genau, weil wir wollen damit gar keine Werbung machen. Ganz genau. Zum anderen ist es natürlich so, diese Zeit, die es jetzt, die die Schule gibt, Die ist ja noch nicht so besonders lang.

Das heißt, wenn jemand hier als junger Mensch angefangen hat, der ist jetzt wahrscheinlich noch in der Berufsausbildung. Also den ganz großen Schritt dann von der Hochschule auf die professionelle Bühne, den haben wir hier, was Erwachsenenrollen betrifft, noch nicht erlebt. Aber eben den Schritt in die Hochschulen auf jeden Fall schon. Und das ist natürlich auch aus anderen Gründen ein ganz aktuelles Thema, wo ich mich schon sehr darauf freue, mehr mit dir drüber sprechen zu können.

Stichpunkt England, auch das, aber da sprechen wir dann anderes Mal drüber. Aber noch mal zurück zur Geschichte der Musicalschule. Wir sitzen ja hier jetzt an dem Standort in der Bogenstraße, wir sind im sogenannten Studio 4. Wer es nicht kennt, das ist also wirklich ein sehr großes Studio. Hier habt ihr, glaube ich, auch mit der ganzen, mit dem ganzen, ich sag mal, ABBA-Orchester geprobt. Also ich habe Videos gesehen, sehen.

Hier, wir sitzen hier relativ auf engem Raum, aber, aber das geht also nach da, hinter der Kamera geht es deutlich weiter. Und das ist Studio 4, und dementsprechend gibt es also vermutlich ja auch ein Studio 1, ein Studio 2 und ein Studio 3. Bevor ihr hier in die Bogenstraße gekommen seid, wart ihr nicht weit entfernt. Das war welche Anschrift? Das war auch in der Bogenstraße, allerdings noch eine andere Hausnummer.

Ja, das war noch eine ganz andere Hausnummer. Das war eine ganz andere Hausnummer. Wir haben damals eigentlich, das war noch bevor wir die Musicalschule gegründet haben, hatten wir den Bedarf an einem Filmstudio zunächst, und weil wir Filmprogramme entwickelt haben und brauchten dafür Studios, die nicht bei uns zu Hause im Keller waren. Und als wir dann die Idee mit der Musicalschule hatten, da hatten wir Gott sei Dank dann schon diese diese Räumlichkeiten, die eigentlich nie dafür konzipiert waren.

Und dann gab es die Musicalschule eine ganze Zeit in der Bogenstraße 34, Haus B, wer könnte das vergessen. Und spätestens als wir dann mit Stepptanz angefangen haben, waren die Nachbarn in den Stockwerken unter uns so mittelmäßig begeistert, trotz aller Toleranz. Und wir brauchten aber vor allem mehr als dieses eine Studio und sind dann hier fündig geworden, in der Bogenstraße 47, wo wir jetzt auch schon seit etlichen Jahren sind und total glücklich, weil wir hier uns auch voll ausleben können.

Ja, hier habt ihr vor allen Dingen wirklich dann alles unter einem Dach, sage ich mal, obwohl es sich auch ganz schön verteilt. Also war jetzt ein kleiner netter Fußmarsch rüber ins Studio 4. Genau, das ist so ein bisschen, als wenn man beim NDR ist, ne? So, jetzt mal ein— ja, es ist schon ganz gut, dass es auch Räumlichkeiten gibt, die ein kleines bisschen Abstand haben zu anderen Studios, dass man sich da auch ein bisschen zurückziehen kann, wenn es sein soll.

Und Studio 4 ist tatsächlich etwas, was viele Schülerinnen und Schüler relativ spät erst entdecken, und dann hat das so was von Weihnachten, wenn sie dann die Tür aufmachen und sehen, das geht ja noch viel weiter. Aber hier wird auch, wie du richtig gesagt hast, hier arbeiten wir auch viel professionell. Und als wir hier mit dem ganzen Cast und Großteilen der Technik von Abbamania the Show vor mittlerweile fast 3 Jahren hier geprobt haben.

Da war der Laden bis zum Bersten voll hier. Das war spannend. Also mehr hätten wir hier nicht reinbekommen. Die Filmkamera passte noch rein und sah halt echt gut aus, fand ich. Mal in die Tüte gesprochen, wenn die Schule weiterhin wachsen sollte, Also habt ihr eine Vision, dass die Schule weiterhin wächst? Du sagst, ihr seid jetzt so 280. Wie viel Schüler könnt ihr hier an diesem Standort so vertragen?

Also wir haben tatsächlich noch deutlich Luft nach oben. Vieles von dem, was wir uns hier überlegt haben, ist tatsächlich skalierbar, und es ist letztendlich sogar so, dass mit dem weiteren Wachstum der Schule wir dann auch in die Lage versetzt werden, bestimmte Dinge anbieten zu können für unsere Schülerinnen und Schüler, die wir jetzt vielleicht noch nicht ganz so umsetzen können, wie wir das möchten.

Das heißt, was ich spannend finde unter anderem, ist, dass weiteres Wachstum führt nicht dazu, dass es zu einer größeren Anonymisierung kommt, dass jeder Schüler weniger Bedeutung hat, sondern ganz im Gegenteil, wir können dann noch maßgeschneiderter Angebote entwickeln, wir können noch viel mehr Dinge machen, die tatsächlich für jeden Schüler und jede Schülerin vielleicht noch besser passen, als sie es jetzt schon tun.

Also ja, wir möchten weiter wachsen, dieser Standort gibt das auch her. Natürlich ist es so, weitere Studioflächen, wir brauchen einfach sehr viel Platz für jedes Studio, die haben auch ein gewisses Preisschild. Da wollen wir jetzt auch nicht viel mehr wachsen, als wir es unbedingt müssen, aber Wir vertragen da noch sowohl mehr Schülerinnen und Schüler als auch, dass wir die Möglichkeit haben, mehr Flächen zu haben.

Das ist fast schon ein schönes Schlusswort, aber ich finde, man kann noch einen Haken dransetzen, weil ich finde, der gehört auch dazu. Wir sind beides alte Ahrensburger, also ich bin alter Ahrensburger, du bist Herrn Ahrensburger. Es heißt ja, die Musicalschule heißt Musicalschule Ahrensburg, und ich wage das Thema noch mal einmal anzuschneiden. Jetzt würden wahrscheinlich viele sagen, warum denn nicht Hamburg?

Und also jetzt gerade dann vielleicht auch, wenn man die Frage stellt in Richtung noch mal vielleicht irgendwann noch mal wachsen. Ahrensburg ist euer Standort, ohne Wenn und Aber? Ja, definitiv. Also Ahrensburg war für uns ja als Ehepaar nicht immer das ganz große Thema. Als wir uns kennengelernt haben, haben wir beide in Hamburg gewohnt. Wir sind dann 10 Jahre noch mal durch ganz Europa getingelt als Musicaldarsteller und Musiker und als Ehepaar irgendwann, aber eben noch ohne Kinder.

Und als dann der Eric zur Welt gekommen ist, haben wir uns dann gesagt, nee, wir müssen jetzt irgendwo sesshaft werden, idealerweise in der Nähe von einem Elternpaar. Und weil es damals nicht wirklich auf der Agenda stand, dass wir nach England gehen, war klar, dass es dann Ahrensburg werden würde. Das heißt, das Kind ist schuld, sozusagen im positiven Sinne, dass wir zurück nach Ahrensburg gegangen sind.

Und deswegen glaube ich, das ist jetzt der Standort. Die Nähe zu Hamburg ist wunderbar, aber es ist auch schön, dass wir hier tatsächlich diese Ahrensburger Identität mitnehmen können und nicht nicht in Hamburg irgendwie verschwinden. Und für uns ist das super praktisch, wir wohnen hier auch, wir wollen ja gar nicht jetzt noch große Fahrtwege zusätzlich auf uns nehmen. Wer möchte das schon in Zeiten steigender Benzinpreise?

Also Eric sei Dank ist es die Musicalschule Ahrensburg damals geworden und sie wird es bleiben. Für immer Ahrensburg. Ich finde das eigentlich ganz angenehm, das zu wissen. Weil es ja dem Ganzen einen verlässlichen Anker gibt. Definitiv. Und ich glaube, da sollten sich ja auch immer alle drauf verlassen können, dass das so ist. Und das ist doch wunderbar. Und ich würde sagen, damit haben wir eigentlich auch schon irgendwie den Schlusspunkt gesetzt.

Ich denke auch. Ich möchte noch darauf hinweisen, liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer, wenn ihr uns auf YouTube oder über YouTube beobachtet, schaut, folgt, dann könnt ihr— Achtung, Hauke, falscher Arm— 1, 2, 3, da Kommentare reinschreiben, und wir werden die dann beantworten, oder Anregungen, Wünsche, Kritik. Ansonsten gibt es einen zweiten Kanal, Hauke.

Welcher ist das? Genau, der zweite Kanal soll Instagram sein. Ihr folgt ja sicherlich schon ganz fleißig der Musicalschule unter diesem Namen @musicalschule, und da freuen wir uns natürlich genauso über euer Feedback und sind schon ganz gespannt, vielleicht was für weitere Fragen ihr habt über die mittlerweile schon über 10-jährige Geschichte der Musicalschule, vielleicht auch ein bisschen was Privateres.

Ich bin mal sehr gespannt. Vielleicht wollt ihr auch wissen, wo genau kennen Marc und ich uns her. Wer weiß. Ich freue mich sehr darauf zu lesen, was ihr zu fragen habt. Und das wollen wir nicht erzählen, wo wir uns— also genau, wir werden es gewahr. In diesem Sinne, macht's gut, ciao!

❓ Häufige Fragen

Wie hat alles mit der Musicalschule angefangen?
2014 boten Hauke und Jacqui ein Musical-Projekt ("Cats for Kids") in einer Schulprojektwoche an der Grundschule am Ahlfang an. Nach mehrfachen Aufführungen fragten Eltern, wo sie ihre Kinder anmelden können. Daraus entstanden zunächst monatliche Workshops, die zur ersten Kurs-Klasse mit 5 Schülern führten.
Wo befand sich die Musicalschule am Anfang?
Die Schule startete in der Bogenstraße 34, Haus B, in Ahrensburg. Nach einigen Jahren, insbesondere als Stepptanz ins Programm kam, zogen Nachbarn Beschwerde ein, woraufhin die Schule zur heutigen Location in der Bogenstraße 47 umzog – mit deutlich mehr Platz und mehreren großen Studios.
Wie viele Schüler hat die Musicalschule heute?
Die Musicalschule Ahrensburg hat aktuell knapp 280 Schüler. Das Wachstum von ursprünglich 5 Schülern in weniger als 10 Jahren zeigt den großen Erfolg, ohne dabei öffentliche Subventionen zu erhalten.
Warum ist die Schule in Ahrensburg und nicht in Hamburg?
Hauke und Jacqui entschieden sich für Ahrensburg, weil sie mit ihrem Sohn Eric sesshaft werden wollten und die Nähe zu einem Elternpaar wichtig war. Sie blieben dieser Entscheidung treu, um ihre Ahrensburger Identität zu bewahren und nicht in Hamburg zu verschwinden.
Haben viele Schüler der Musicalschule später professionelle Karrieren?
Ja, bereits Schüler sind an Hochschulen für Schauspiel und Performance angenommen worden. Die Schule ist bewusst berufsausbildungsvorbereitet (nicht berufsausbildend), bereitet Schüler aber gezielt auf professionelle Wege vor. Größere Erfolge auf professionellen Bühnen werden erwartet, wenn die ersten Absolventen ihre Hochschulen abschließen.

🎧 Podcast abonnieren

🔗 Episode teilen

WhatsApp
Auf die Bühne, fertig, los!
Die Gründungsgeschichte der Musicalschule Ahrensburg
00:00 / 23 Minuten 2 Sekunden
Space Play / Pause
10 sec. back
10 Sek. vor
? Hilfe ein/aus