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Auf die Bühne, fertig, los!
🎙️ Podcast Auf die Bühne, fertig, los!
S02E01 📅

Wird Talent überschätzt? Fleiß statt Begabung

Hauke und Marc diskutieren, ob Talent wirklich entscheidend ist oder Durchhaltevermögen

Podcast Auf die Bühne, fertig, los! – Wird Talent überschätzt? Fleiß statt Begabung
⏱️ 19 Minuten 49 Sekunden

Ist Talent wirklich das Wichtigste für Erfolg? In der ersten Episode der zweiten Staffel von "Auf die Bühne, fertig, los!" diskutieren Hauke Wendt und Marc Brendemühl ein überraschendes Thema: Talent wird massiv überschätzt. Die Moderatoren des Podcasts der Musicalschule Ahrensburg (nahe Hamburg) beleuchten, warum Fleiß und Durchhaltevermögen oft wichtiger sind als vermeintliche Begabung – und warum das Satz "Talent kauft keine Brötchen" so zentral für jeden Künstler ist. Ein ehrliches Gespräch über den Weg zum professionellen Erfolg in den Performing Arts.

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📑 Kapitel

  1. 00:00 Intro: Talent kauft keine Brötchen
  2. 00:47 Staffel 2 startet: Tiefere Themen
  3. 02:15 Die zentrale Frage: Wird Talent überschätzt?
  4. 03:45 Eltern und ihre Erwartungen
  5. 06:50 Marc über seinen Weg zum Schlagzeug
  6. 08:30 Talent als Lerngeschwindigkeit
  7. 10:15 Ab wann ist man kein Talent mehr?
  8. 13:00 Leidenschaft statt Etiketten
  9. 15:15 Persönliche und künstlerische Entwicklung
  10. 17:00 Kontakt & Diskussionseinladung
  11. 18:50 Outro & Verabschiedung

📜 Transkript

Transkript 3.183 words

Talent kauft keine Brötchen. Das finde ich, also das ist noch mal wichtig. Ich freue mich, dass die zweite Staffel unseres Podcasts Auf die Bühne, fertig, los! nun beginnen kann. Und für Episode 1 freue ich mich genauso, dass Marc wieder da ist. Hallo Marc Brendemühl! Hallo liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer! Hallo lieber Hauke, Ich freue mich riesig, dass ich wieder dabei sein darf.

Es hat ja schon in der ersten Staffel wahnsinnig viel Spaß gebracht und ich hoffe natürlich, dass es nicht weniger wird in Staffel 2. Davon gehe ich mal aus. Wir haben ja etliche spannende Themen schon in der Pipeline. Für Staffel 2 soll es noch intensiver werden. Wir haben ja in der ersten Staffel doch so ein bisschen "Housekeeping" gemacht, manche Dinge von der Musicalschule erklärt. Jetzt wollen wir tatsächlich ein bisschen tiefer einsteigen.

In einige Themen, die nicht nur unbedingt für die Musicalschule relevant sind. Und als Einstiegsthema haben wir uns rausgesucht die Frage: Wird Talent eigentlich überschätzt? Gute Frage. Ja, also da bin ich schon jetzt auf unsere Antworten gespannt, muss ich sagen. Ich kann dir sagen, was so spontan mein Gefühl ist. Mein Gefühl ist ja, Talent wird also allgemein hin überschätzt. Viele wollen hinaus aufs Talent, wenn sie über Qualifikation sprechen, und allzu schnell werden vermeintlich Menschen mit hohem Potenzial immer als die Talente auch bezeichnet.

Ich glaube, so furchtbar viel Talent findest du unter den Erfolgreichen gar nicht. Du findest viel mehr Fleiß. Ja, ich glaube, das ist genau der zentrale Punkt. Wir haben uns diese Frage rausgesucht, weil gerade wenn Eltern bei uns anrufen und die Frage stellen, ob ihr Kind bei uns anfangen kann, wird ganz oft das Thema Talent sofort in die Waagschale geworfen. Und zwar von denen. Von denen. Genau.

Und auch in beide Richtungen. Also kann mein Kind anfangen, obwohl ich glaube, das hat überhaupt kein Talent? Oder genauso: Mein Kind ist ständig am Singen und Spielen und am Tanzen und deswegen glaube ich, das muss unbedingt in eine Musicalschule, Klammer auf, und auf die ganz große Bühne oder vor die Kamera oder wo auch immer hin, Klammer zu. Und genau, wir bewerten das Ganze ganz anders, denn die Erfahrung zeigt tatsächlich, oftmals tun sich die ein bisschen leichter, die sich den Anfang härter erarbeiten mussten.

Jemandem, dem alles am Anfang leicht gefallen ist, der vielleicht auch gar nicht zum Beispiel in einer Gruppe so besonders viel investieren musste, um an der Spitze dieser Gruppe zu sein, das wird oftmals ein schwieriges Thema. Und diejenigen, die, die härter arbeiten müssen am Anfang, sind oftmals diejenigen, die weiterkommen. Und vielleicht, um noch einen Schritt weiterzugehen, in diesen Gesprächen stellt sich für mich ganz oft heraus, so, weil natürlich, wenn ich jetzt an Profis denke, da wird schnell geurteilt, ja, der hat halt ein Riesentalent, oder der ist ein großes Talent.

Das hört man ja auch so beim Sport, ich bin ein Talent. Das finde ich unfair, weil das eigentlich oftmals die Stunden und Tage und Wochen und Monate und Jahre von harter Arbeit so ein bisschen despektierlich behandelt und unter den Teppich kehrt. Es wird einfach gesagt, na, das fällt dem halt alles so zu und der muss gar nicht hart dafür arbeiten. Ja, ja, ich bin gerade am Überlegen, wie es wohl bei dir war in Bezug auf Schlagzeug.

Warst du, würdest du dich als Talent bezeichnen? Warst du ein Talent damals oder warst du fleißig? Ich glaube so ein bisschen von beidem. Ich tue mich mit der Begrifflichkeit von Talent sowieso ein bisschen schwer, weil ich glaube, Lernen findet sowieso nicht in einem linearen Bereich statt. Es geht immer mal schneller, mal langsamer. Ich tue mich auch schwer damit, wenn jemand sagt: Ich kann überhaupt nicht singen.

Das ist vielleicht eine korrekte Beschreibung eines Status quo, aber das heißt nicht, dass jemand grundsätzlich das nicht lernen kann. Und ich glaube, ich habe einfach relativ früh angefangen. Da wurde die Frage vom Talent erst mal gar nicht gestellt, sondern das war irgendwie, das Kind soll Spaß haben und los geht's. Aber ich bin drangeblieben. Ich habe einfach über einen langen Zeitraum immer weitergemacht.

Und das ist ja in vielen Bereichen so. Es geht gar nicht so sehr darum, kurze Zeit viel zu machen. Das ist kein Sprint, sondern über einen langen Zeitraum immer wieder dabei zu sein. Das ist auch in, glaube ich, ganz vielen Lebensbereichen etwas, wo man merkt, dass das führt viel weiter, als wenn du kurzfristig bereit bist, ganz viel zu investieren. Und ich glaube, da bin ich auch reingefallen. Ich habe einfach früh angefangen, bin lange dabei geblieben.

Und klar, dann gab es irgendwann Zeiten, wo ich hart und lang gearbeitet habe und auch bereit gewesen bin, andere Dinge dafür in den Hintergrund zu rücken. Aber grundsätzlich würde ich nicht sagen, ich bin so talentiert, dass wenn es damals schon Instagram gegeben hätte, dass ich als ganz junger Mensch viral gegangen wäre. Guck mal, was der 5-Jährige alles schon kann. Mit 5 kannte ich dich auch noch nicht.

Also da wusste ich noch nicht, was du auf dem Kasten hast. Später hat es kein Instagram gehabt. Genau. Ja, wobei die 5-Jährigen auf Instagram, naja, anderes Thema. Aber ich kann mich, ich kann mich aber daran erinnern, dass ich natürlich schon festgestellt habe, als wann haben wir uns kennengelernt, was war das, 7. Klasse glaube ich, ne? siebte, achte Klasse, da habe ich dann irgendwie begriffen, dass du ja Schlagzeuger bist und wir haben ja dann auch musikalisch mal Frühversuche gestartet zusammen.

Und in unserer Konstellation warst du halt der Top Mann sozusagen. Ich konnte 3 Akkorde irgendwann auf der Gitarre und unser dritter Mann Felix, lieb sei er gegrüßt, wenn er denn das jemals hier sieht oder hört, der spielte ganz gut Keyboard. Aber du warst natürlich so gut. Du warst richtig gut. Trotzdem stelle ich mir immer die Frage: Talent, was ist es denn genau? Also du hast vorhin davon gesprochen, dass es jemandem leicht fällt, etwas schneller zu lernen als andere.

Und ich glaube, das ist schon ziemlich nah dran an der Definition, was ist Talent. Weil du kommst eben nicht auf die Welt und kannst Schlagzeug spielen, du kommst nicht auf die Welt und kannst Tennis spielen, und du kommst nicht auf die Welt und bist ein Fußballer. Das sind alles irgendwo— jeder durchläuft dieselben Lernprozesse, bloß der eine durchläuft sie halt sehr viel schneller in einer bestimmten Art und einer bestimmten Disziplin oder bei einem bestimmten Etwas als andere.

Und was du auch gesagt hast, dann kommt vielleicht irgendwann mal das, das weiß man nicht. Ich glaube tatsächlich, das weiß man nicht. Also ich glaube schon, dass es Menschen gibt, die auch immer in dem Bereich dann schneller sind und wo es nie diese Dellen gibt. Und das zeigt sich dann irgendwann in einer Form von Weltspitze wahrscheinlich. Aber natürlich ist es so, dass quasi eigentlich das Besondere ist, wenn man auf das stößt im Leben, was einem besonders gut gelingen kann.

Also ich habe mich schon gefragt, wahrscheinlich bin ich ein total kompetenter, talentierter Häkelgott. Nur leider habe ich das nie rausgefunden bis jetzt. Also darin liegt eigentlich das Besondere, dass man zufällig dahin kommt, dass man entweder das selber oder dass Eltern, Lehrer, Trainer, was weiß ich was, das erkennen und einen entsprechend fördern, dass das also erkannt wird, dass du die Erkenntnis hast, oh, jetzt bin ich da, da habe ich wirklich meine Stärken.

Was mich zu der Frage führt, ab wann ist man eigentlich kein Talent mehr? Ja, ich glaube, dass also die Begrifflichkeit Talent wird ja eigentlich so ein bisschen verschieden benutzt. Das eine ist, dass wir sagen, es fällt jemandem leicht, etwas zu lernen, und jemand macht schnell Fortschritte in einem Bereich. Das andere Talent, was hier glaube ich eher gemeint ist, ist ja die Abgrenzung zwischen jemandem, der vielleicht in einem möglicherweise auch professionellen Umfeld neu ist, und jemand, der schon etabliert ist.

Und Ich glaube, dass die Frage von Talent beispielsweise an einer Hochschule eigentlich gar nicht mehr so relevant ist. Entweder du schaffst es und du willst es oder eben nicht. Und ich glaube, dass die Voraussetzung natürlich auch an einer Hochschule ganz klar definiert ist. Da wird gesagt, es gibt eine Aufnahmeprüfung und entweder du kannst das, was wir erwarten, oder du kannst es nicht. Klar, man schaut ein bisschen weiter, sehen wir das Potenzial, dass du dich so weiterentwickeln kannst, wie wir das fordern.

Aber eigentlich ist es, ich sage mal mit Verlaub, egal, wie du an diesen Punkt gekommen bist, ob das dir super leicht gefallen ist und du hast dich einfach ein Jahr vorbereitet oder ob du schon seit 15 Jahren am Arbeiten bist. Das lässt sich ja auch gar nicht so ohne Weiteres nachprüfen und ist glaube ich auch relativ egal. Also ich glaube, dass die Frage, Bist du ein Talent, wenn du an die Hochschule kommst, und das gilt, glaube ich, in allen Performing-Arts-Bereichen, da bist du ja unter anderen, die genauso gut sind, mehr oder weniger.

Da bist du nicht mehr wie hier im kleinen Ort: Mensch, der ist richtig gut, der kann was, sondern nee, da sind alle, die was können. So, da muss man sich dann ja auch erst mal dran gewöhnen. Also die von dir angesprochenen Schul- und Jugendorchester, da war ich über viele Jahre der Einzige, der das gespielt hat. Da war ich genauso der Beste wie der Schlechteste. Ich war einfach der Einzige. Aber du warst ja eine Legende.

Weiß ich nicht, also da gab es vor mir und nach mir auch Leute, die es genauso, vielleicht sogar in diesem Bereich noch erfolgreicher, professionell geschafft haben. Aber an der Hochschule war ich eben einer von vielen. Und dann nützt dir das gar nichts, was du für eine Vergangenheit gehabt hast. Das ist richtig. Das ist ja egal, ob du Sport machst oder künstlerisch aktiv bist oder auf anderem Wege.

Also nichts ist vergänglicher als der Boom von gestern. Nein, die Frage ist aber, ab wann ist man kein Talent mehr? Also das ist, glaube ich, ja oft dann so, also wenn man denn den Durchbruch schafft, dann sagen die Menschen plötzlich, jetzt ist er kein Talent mehr, jetzt hat er es geschafft vom Talent, was ja also erstmal mit jahrelang mit großer Ehrfurcht wird gesagt, du bist ja ein Talent, dann irgendwann aber muss man aufpassen, dass es nicht schon so mit naja, nicht mit Häme, aber mit so ein bisschen traurig gesagt, er ist halt immer noch ein Talent.

Er kommt darüber, beim Fußball, er kommt über den Status des ewigen Talents nicht hinaus und so. Man muss sich dann also seine Sporen verdienen und wenn man dann diesen Durchbruch geschafft hat, dann ist man kein Talent mehr. Was in meinen Augen auch wieder Quatsch ist, wenn ich die Definition mir ja so lege, dass ich sage, das hat damit zu tun, dass dass du schneller lernst als andere— Lernen hört glaube ich nie auf— dann ist das eigentlich Quatsch.

Dann wärst du eigentlich in dem Moment kein Talent mehr, wenn dein Lernen sich verlangsamt. Und das ist genau die Antwort, die ich eigentlich darauf geben würde, dass jemand in einem künstlerischen Bereich— und wahrscheinlich wirst du das auch bei Spitzensportlern genauso sehen— es würde ja bedeuten, Ich muss jetzt nicht mehr lernen. Das Lernen ist beendet. Ich bin jetzt kein Talent. Ich kann jetzt alles, was ich brauche.

Und ich glaube, jemand, der wirklich gut sein will und der Durchbruch kann, das kann ja der erste Job sein, aber sich dann nachhaltig an einem Markt zu behaupten oder beim Tennis in der Weltrangliste weit oben zu sein, das ist ja dann nicht erreicht und nachhaltig erreicht, sondern dafür geht das Arbeiten immer weiter. Und ich glaube genauso, kein Künstler wird von sich sagen, ich bin jetzt fertig.

Und insofern ist das, glaube ich, ein Blickwinkel von außen. Der ist ein Talent oder er ist kein Talent mehr. Für mich selber ist es, ich weiß genau, was für Schwächen ich habe, und an denen muss ich jetzt genauso arbeiten wie vor 40 Jahren. Ich glaube, nur man verbindet mit dem Begriff Talent also etwas sehr Ambivalentes, denn zunächst mal ist ja jeder drauf ein bisschen aus, wenn er irgendwas macht, dass er möglichst talentiert rüberkommt.

Ja, das ist so der Wunsch. Ich möchte gerne ein Talent sein und ein besonderes Talent haben und zeigen. Und dann irgendwann versucht man, so gut es geht, wie möglich davon wegzukommen. Und so ein Beispiel, weil du eben Tennis auch angesprochen hast. Ich glaube, eins der besten Beispiele ist eigentlich Sascha Zverev. Aber der kann sich mit Talent auch kein Brötchen kaufen. Das finde ich übrigens ein schöner Satz.

Mit Talent kannst du dir kein Brötchen kaufen. Das finde ich ganz großartig. Ich würde fast sagen, wir kommen so jetzt auch in die Endbereiche des Themenkomplexes. Wenn du durch die Schule gehst, hast du dann eine, du trägst ja eine Brille, hast du dann eine Brille auf, die dir sagt Talent, nicht Talent, Talent, nicht Talent? Auch da denke ich, das ist eigentlich nicht die Frage, die ich mir stelle.

Was ich mir natürlich sehr wohl anschaue, ist, wie jemand brennt für das Thema, was hier bei uns bespielt wird. Und da geht es gar nicht mal nur um die Frage: Sehe ich da die Möglichkeit, dass jemand das professionell verfolgen kann, sondern ich sehe da eine Leidenschaft oder nicht? Und das finde ich total spannend, weil ich habe neulich gerade Fotos gesehen von einigen, die jetzt im Teenageralter sind, die schon seit Kindesalter hier sind.

Und man sieht diese Kindesbilder und vergleicht diese Menschen mit dem Punkt, wo sie jetzt sind, und erkennt, was aus denen geworden ist, wie die gewachsen sind. Wie gesagt, völlig unabhängig von der Frage, was denn jetzt als nächster Schritt im Leben kommt. Und da bewerten wir natürlich für uns schon, wie weit hat jemand es gebracht. Ganz böse gesagt könnte man sagen, wie hat jemand sein Talent genutzt.

Das ist für uns natürlich toll, wenn jemand da einfach sich entwickelt hat. Und auch da geht es in erster Linie gar nicht darum: Kann jemand sich jetzt schneller drehen oder höher springen oder höher singen oder was weiß ich? Sondern das geht in der Regel um eine persönliche und künstlerische Entwicklung. Und da freuen wir uns dran, wenn jemand die zeigt. Und wenn jemand das nicht so abruft, wie wir ihm das zugetraut hätten, Ist auch okay.

Ist dann schade, ne? Dann bleibt jemand vielleicht doch das ewige Talent. Aber ich glaube, wir haben hier schon eine ganze Menge von jungen Menschen, die richtig brennen und wo ich auch glaube, da ist eine Begeisterung und der Wille dranzubleiben so hoch, dass, wenn sie das wollen, dass sie da auch eine Chance hätten, sich professionell irgendwann zu behaupten. Das war jetzt fast ein schönes Schlusswort, aber das schönste Schlusswort dieses Podcasts, also dieser Episode, sollte eigentlich sein: Talent kauft keine Brötchen.

Ja, das finde ich, also ist noch mal wichtig, das eigentlich sollten wir es auch einblenden. Talent kauft also keine Brötchen, ne, das muss man schon immer noch selber machen. Und ansonsten wollte ich noch mal den Hinweis geben, wer also dazu mit uns in Kontakt treten möchte, diskutieren möchte, seine Meinung äußern, vielleicht auch eine ganz andere Meinung, als wir sie dazu haben. Also vielleicht ist ja jemand von euch der Auffassung, dass man mit Talent sehr wohl auch Brötchen bekommt.

Also wer da einhaken möchte, der kann das tun, der kann sich an uns wenden weiterhin. Hauke, wie sind die Kontaktwege auch in der zweiten Staffel so wie in der ersten? Selbstverständlich. Also es gibt natürlich nach wie vor die Möglichkeit, bei YouTube, wenn ihr da seid, in den Kommentaren hier aktiv zu sein, oder bei Instagram sind wir @musicalschule. Da hat sich nichts geändert. Gerade bei diesem Thema würde ich mich tatsächlich besonders freuen, wenn es andere Meinungen geben würde, denn ich weiß, dass Talent unterschiedlich bewertet wird und ich glaube, da gibt es auch kein Richtig und Falsch.

Schön, dass wir jetzt da offenbar eine sehr ähnliche Meinungen zu haben. Aber das kann man, glaube ich, auch— Theater gehört immer schon dazu, oder? Ich glaube auch. Aber ich weiß, dass es auch andere Meinungen geben kann. Dann hätte natürlich auch jetzt diese Episode wesentlich kontroverser sein können, wenn das jetzt bei uns so gewesen wäre. Insofern lösen wir das dann vielleicht in der Diskussion auf.

Dann musst du mir das vorher sagen. Dann nehme ich einfach den Kontrast-Standpunkt ein. Nein, Spaß beiseite. Wir wollen ja tatsächlich so das eben offen halten. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Also wer das anders sieht, vielleicht auch mit einem ganz anderen Background, also wer zum Beispiel aus der Sportwelt kommt, ich glaube, da ist das schon, manchmal wird das anders gesehen, der möge bitte die Chance nutzen und möge seine Meinung kundtun.

Wir freuen uns auf jede Meinung und auf jede Meldung. Genau, denn das vielleicht abschließend: Wir sind natürlich froh, wenn diese Diskussion jetzt nicht nur speziell auf die Musicalschule Ahrensburg bezogen geführt werden kann, sondern wenn jemand mit einem weiteren Horizont, oder zumindest wenn jemand in der Lage ist, dieses Gespräch zu erweitern mit anderen Perspektiven, dann würde mich das sehr freuen, und dann bin ich auch sehr gern bereit, mich eines Besseren belehren zu lassen.

Also sehr gern wären wir auch bereit, wenn sich zum Beispiel Menschen fänden, die also sehr talentiert kochen können. Ja. Und die also bereit sind, den Beweis anzutreten, wie gut sie kochen können. Hier bei uns im Studio vielleicht. Ja. Das wäre was. Nein, Spaß beiseite. Ich glaube, das war jetzt eine schöne erste Folge, Episode der neuen Staffel. Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen.

Ich bin gespannt, ob ich wieder mit dabei sein darf. Aber ich habe da sowas Leuten hören, dass ich Von meiner Seite aus natürlich gerne. Dass ich ab und zu mal dabei sein darf und wünsche euch allen jetzt einen erbaulichen Resttag oder eine Restnacht, weiß nicht, wann ihr das hört, und freue mich aufs nächste Mal. Ich mich auch. Seid talentiert. Ciao. Ciao.

❓ Häufige Fragen

Bedeutet das, dass Talent gar nicht wichtig ist?
Nein – aber es ist nicht das Entscheidende. Talent kann bedeuten, dass dir etwas schneller fällt. Aber am Erfolg arbeitet man. Künstler und Sportler, die es wirklich schaffen, verbinden beides: eine gewisse Begabung UND jahrelange harte Arbeit. Das ist das echte Rezept.
Wann höre ich auf ein Talent zu sein, wenn ich Erfolg habe?
Das ist eigentlich ein merkwürdiges Konzept. Wenn Talent bedeutet, schneller zu lernen – warum sollte das mit Erfolg enden? Professionelle Künstler lernen ihr ganzes Leben lang. Die Bezeichnung "Talent" ist eher eine externe Bewertung als eine echte Kategorie.
Wie erkennt die Musicalschule, ob ein Kind bei ihr anfangen sollte?
Nicht durch Talent-Tests, sondern durch Leidenschaft. Es geht darum, ob jemand brennt für das Thema. Die Schule beobachtet, wie Schüler wachsen und sich entwickeln – ganz unabhängig davon, wo sie starten. Persönliche und künstlerische Entwicklung ist das echte Zeichen.
Was ist der praktische Tipp aus dieser Episode?
Fang an, mach es über einen langen Zeitraum regelmäßig – nicht in intensiven Sprints, sondern konstant. Und höre nicht auf zu lernen, auch wenn es später schwerer wird. Das ist das Geheimnis.
Wie kann ich bei der Diskussion mitmachen?
Die Musicalschule freut sich auf andere Meinungen! Kommentiere auf YouTube oder schreib eine Nachricht an @musicalschule auf Instagram. Hauke und Marc sind offen für andere Perspektiven – zum Beispiel aus der Sportwelt.

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