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S02E03 📅

Hobbys statt Schulstress: Warum Freizeitaktivitäten wichtiger sind

Hauke und Marc diskutieren, wie Hobbys Kindern helfen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln – und warum Schulnoten nicht alles sind.

Podcast Auf die Bühne, fertig, los! – Hobbys statt Schulstress: Warum Freizeitaktivitäten wichtiger sind
⏱️ 34 Minuten 50 Sekunden

Bereiten wir unsere Kinder auf Prüfungen oder auf das Leben vor? In dieser Episode der Musicalschule Ahrensburg diskutieren Hauke Wendt und Marc Brendemühl, warum Hobbys für die Entwicklung junger Menschen oft wichtiger sind als gute Schulnoten. Sie sprechen über den enormen Druck im Schulsystem, fehlende Freiräume für persönliche Interessen und wie außerschulische Aktivitäten – ob Theater, Sport oder andere Leidenschaften – Kindern helfen, ihre Stärken zu entdecken und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Ein offenes Gespräch über Berufswahl, Umwege im Leben und warum "Failure" in unserer Gesellschaft zu wenig akzeptiert wird.

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📑 Kapitel

  1. 00:00 Intro: Prüfungen oder Leben?
  2. 01:00 Der Blickwinkel zweier Schulväter
  3. 03:00 Früher war alles besser? Ein Mythos
  4. 05:30 Der enorme Druck auf Schüler heute
  5. 08:00 Soziale Skills brauchen Raum und Zeit
  6. 10:30 Ganztagsschule und Familienmanagement
  7. 13:00 Warum Hobbys individuelle Stärken fördern
  8. 15:30 Berufswahl: Ein Umweg ist kein Fehler
  9. 18:00 Failure und persönliche Entwicklung
  10. 21:00 Hobbys für Persönlichkeit, nicht für den Job
  11. 24:00 Outro: Das Schlusswort

📜 Transkript

Transkript 5.445 words

Bereiten wir unsere Kinder eigentlich auf Prüfungen vor oder aufs Leben? Oder gar nicht? Das ist die große Frage, die wir uns hier stellen wollen. Letztendlich auch, warum Hobbys wichtiger sein können als richtige gute Schulnoten. Das möchte ich gern in dieser Folge von "Auf die Bühne, fertig, los!" diskutieren mit Marc Brendemühl. Moin Marc, schön, dass du da bist. Moin Hauke, moin liebe Zuschauerinnen, liebe Zuschauer, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer.

Ich zieh mal den Hut vor euch, dass ihr wieder dabei seid, und setz ihn auch wieder auf, ganz schnell, um dem Thema jetzt hier auch sofort den Raum zu geben. Hauke, was hat dich bewogen, diesen Bereich einmal näher beleuchten zu wollen? Ja, eigentlich gibt es so verschiedene Blickwinkel, die wir schon allein haben auf dieses Thema, und ich weiß, dass wir schon schon einen sehr beschränkten Blickwinkel haben.

Also natürlich geht es hier nicht darum, ein Bashing der allgemeinbildenden Schulen vorzunehmen, sondern es geht eigentlich eher um die Frage: Naja, was vermitteln wir oder lassen wir unseren Kindern vermitteln in allgemeinbildenden Schulen? Da kann man sicherlich auch unterschiedlicher Meinung sein, aber immer wichtiger wird ja auch die Frage: Was sollen unsere Kinder außerhalb der Schule machen?

Was sollen sie lernen? Was wollen sie machen und lernen? Das hat natürlich zum einen damit zu tun, wie empfinden wir das hier an der Musicalschule, aber wir möchten gerne auch die Perspektive deutlich weiter aufmachen, denn wir sind ja nicht nur beides Familienväter, sondern erleben auch im Alltag, was das bedeutet, wie sich Dinge einfach verschieben, wie auch bestimmte Dinge, die wir kennengelernt haben, vielleicht heute gar nicht mehr so funktionieren.

Und vielleicht entwickelt sich daraus auch eine Möglichkeit, wie man vielleicht die Situation für sich selber etwas verbessern kann. Denn der Anspruch dieser Folge soll es jetzt nicht sein zu sagen, wir erfinden einmal die Bildungspolitik neu in 20 Minuten. Das wird ja nicht funktionieren. Die Bildungspolitik gibt es ja auch gar nicht, wie wir wissen. Es gibt ja eine Schleswig-Holstein, die ist glaube ich relativ gut.

Und dann gibt es eine in Mecklenburg-Vorpommern, die ist nicht so. Und ich will jetzt auch gar nicht weiter darauf eingehen, aber eins ist, glaube ich, den Menschen, die schon ein paar Jahre auf diesem Erdball wandeln, wir beide tun das ja auch schon, also die mit einer gewissen Erfahrung zurückblicken und das sehen, was jetzt passiert in der Bildungspolitik, Politik oder im Bildungssystem oder in den Bildungssystemen, in den unterschiedlichen, die kommen vielleicht schnell zu dem Eindruck, früher war alles besser.

Und früher war alles besser ist eigentlich gar nicht so sehr meine Haltung. Ich finde das eigentlich sehr schrecklich. Ja, ich glaube eins, ich glaube, also früher war alles besser im Sinne von, wir haben noch richtig hart, wir wurden hart rangenommen und so. Das ist, glaube ich, großer Quatsch. Ja, also wenn ich mir angucke, welches Pensum die Generation meiner Kinder zu bewältigen hat, um einen gleichwertigen Abschluss hinzulegen, wie ich ihn hingelegt habe, da kann ich nur sagen, da habe ich aber das auf der linken A****backe abgesessen.

Und zwar nicht, weil ich so schlau war oder so talentiert, sondern weil es einfacher war, weil es leichter gemacht wurde. Und jetzt kann man dann die Frage stellen, glaube ich denn, dass das ob es gut war, dass es so gewesen ist in meinen Augen. Und dann sage ich ja. Also ich bin nicht der Meinung, dass es so sein muss, dass also mehr gebimst und mehr gelernt und mehr Zeit mit Quälerei stattfinden muss für junge Menschen.

Ich bin der Meinung, die brauchen freien Blick auf die Welt. Und diesen freien Blick auf die Welt kriegen sie nicht, wenn sie bis 15:30 Uhr in der Schule sind und dann bis 18:30 Uhr lernen. Noch weiter, um dann eine Stunde oder 2 Stunden sich mit sich selber beschäftigen zu können, bevor sie tot umfallen, um dann am nächsten Tag 2 Leistungsüberprüfungen zu machen, die dann auch sich jedes Mal auf die Note auswirken.

Und wo dann denen auch schon eingeredet wird, also ab der 7. Klasse herrscht eigentlich schon Abistress. Die, die das, so fasse ich das mal zusammen. Ja, ja, das ist die Situation, wie sie sich mir manchmal darstellt. Und ich bin auf jeden Fall der Auffassung, dass Dass es total wichtig ist, Hobbys zu haben, die anders sind als Schule. Ja, und dass es total wichtig ist, denen viel Zeit zu widmen. Und wenn man die nicht hat, dann kann man auch Menschenstudien zu seinem Zwecke erfinden und sich einfach irgendwo hinsetzen und Menschen beobachten.

Auch das bringt den jungen Menschen durchaus manchmal weiter als jetzt noch eine Stunde Latein oder noch eine Stunde Mathematik. Oder noch irgendeine besch****** Naturwissenschaft. Entschuldigung, wenn ich das mal so— also es wird man ja wohl noch mal sagen dürfen. Ja, nein, es sind natürlich tolle Naturwissenschaften. Also ich glaube das jedenfalls so. Das ist meine persönliche Haltung dazu.

Jetzt würde mich natürlich interessieren, du siehst das ja bestimmt ganz anders. Also ich hätte mich eigentlich sehr darüber gefreut, wenn wir das jetzt kontrovers diskutieren könnten. Aber ich glaube, das wird uns auch dieses Mal nicht gelingen. Deswegen Müssen wir das vielleicht anders aufdröseln? Also meine Erfahrung, spannenderweise, wir hatten dieses Thema schon länger vorbereitet und wir hatten jetzt ein Gespräch am Küchentisch.

Wir haben ja nun zwei Söhne, der eine geht noch zur Schule, der andere nicht mehr. Also nicht mehr, weil er das Thema Schule mit dem Abitur erfolgreich beendet hat. Und Philipp fragte nun Am Ende der Sommerferien, warum er dann bestimmte Dinge in der Schule lernen muss und hat es natürlich dabei geschafft, Dinge aufzuzählen, wo er wahrscheinlich zu Recht gesagt haben wird: Das sind doch Dinge, die ich eigentlich nie wieder brauche.

Und uns hat man ja damals gesagt: Na ja, also du musst bestimmte Dinge lernen, um das Lernen zu lernen und damit du das mal gehört hast und so weiter und so fort. Und ich glaube, dass eine Sache, die sich ja grundsätzlich verschärft hat und die unsere Kinder viel schwieriger erfahren müssen, als wir es noch mussten: Die Welt um uns herum hat sich natürlich massiv verändert. Und es gibt Themen, die heute Jugendliche lernen wollen und die sie beschäftigen, von denen haben wir ja nicht mal geträumt.

Also die Möglichkeiten, die man immer sagt, die sich ergeben haben, führen ja auch zu einer ganz anderen Belastung und da kommt sicherlich das Schulsystem so nicht ganz hinterher. Spannend finde ich dabei, dass auf einmal nach meiner Wahrnehmung Themen im Freizeitbereich in den Vordergrund rücken, die vor allem soziale Kompetenzen wieder fordern und das ist etwas, wo ich selber den Eindruck habe, klar, also bei unserem älteren Sohn Erik war es ja so, der hat irgendwie wichtige Teile seiner Schulzeit im, wie hat man das damals genannt, Distanzlernen vor dem Computer verbringen müssen.

Das hat sich Gott sei Dank ja nun wieder geändert, aber es wird viel mehr Zeit verbracht, auch in Kommunikationsformen vor Computern, am Telefon, das damals, als unsere Eltern uns noch darauf freundlich hingewiesen haben, dass die Telefoneinheit was waren das, 24 Cent oder 23 Pfennig waren es ja auch noch, gekostet haben. Das gibt es ja gar nicht mehr. Aber ich merke schon, dass sie sich danach sehnen, ein soziales Umfeld zu haben, wo sie sich auch wohlfühlen, wo sie sich abgeholt fühlen, wo sie sich fallen lassen können.

Das ist jetzt keine Werbung für die Musicalschule, sondern das ist im sportlichen Bereich so. Es gibt Bereiche, da geht es nur um dieses soziale Miteinander. Ich habe den Eindruck, dass das für die als Ausgleich noch viel wichtiger geworden ist, als es das für uns war. Ja, weil wir ja an direktem Kontakt nicht vorbeikommen. Also ich sage auch immer, das ist so, also klar, ich habe genau diese Situation, dass ich meinen Kindern immer wieder erläutere, dass diese kleinen Geräte eigentlich Telefone sind, mit denen man auch schreiben kann, beispielsweise.

Und dann gucken die mich immer mit großen Augen an, weil für die ist das eigentlich ein Schreibgerät, mit dem man notfalls auch mal telefonieren könnte. Was man aber sehr unangenehm empfindet. Und das versuche ich denen schon noch klarzumachen. Aber ich gehe auch dahin, dass ich sage, ja, also wir hätten ja vielleicht das auch so gehandhabt, wenn wir gekonnt hätten. Ja. Also immer mit dem Finger auf die jetzige junge Generation zu zeigen und zu sagen, sagen, das kriegt ihr ja alles nicht hin und so.

Das ist nicht so meins, ne. Ich weiß, dass ich eine bequeme Sau bin, ja, und wenn es mir also leicht gemacht wird, dann mache ich es mir selber auch leicht, und dann nehme ich das an. Und ich glaube, das kannst du also der Generation ja nicht vorkauen. Soziale Skills müssen gelernt sein, also das auf jemanden zugehen, zu sagen, hey, Hast du Lust, mit mir was zu unternehmen? Mit einer Antwort, die Nein lautet, leben zu können, die einem direkt gesagt wird, auch jemandem Nein zu sagen ins Gesicht.

Das sind alles so Skills, die die brauchen und die sie sich zum Glück jetzt nach dieser Epidemiezeit, die wirklich ein bisschen bescheidener war, holen können. Das wäre gut und wünschenswert. Ich glaube ja, dass wenn du also darüber sprichst, gemeinsame Hobbys und so, da, da, also das beobachte ich auch. Und vielleicht hätte ich vor 2 Jahren noch gesagt, nee, das, da hätten wir jetzt hier die kontroverse Diskussion vielleicht gehabt.

Aber ich beobachte das bei meinen Kindern auch, dass das plötzlich ganz wichtig ist, seine Freunde zu treffen, mit den Freunden Zeit zu verbringen, nicht mehr nur mit ihnen zu schreiben oder was auch immer. Weggehen ist genauso en vogue wie früher bei uns. Und dazu dann wieder passend die Eltern, die, da gibt's die Eltern, die sagen ja, mach, und die Eltern, die sagen nein, auf keinen Fall. Die gab's aber auch schon immer.

Also ich bin so ein Elternteil beispielsweise, nein, meine Kinder dürfen weggehen. Aber ich setze ihnen klare Grenzen. Nein, zurück zur Sache. Also ich glaube, dieser ganze Bereich, wie die sich entfalten können, der ist interessanterweise nicht so anders. Sie haben andere Gadgets, sie haben andere Tools, sie haben andere Instrumente, andere Wege und natürlich auch ein paar andere Themen. Wir konnten damals nicht Paddle spielen.

Oder wir konnten damals nicht in eine Musicalschule gehen, weil die gab es halt nicht. Ja, das gibt es ja heute alles. Und ich glaube, also die Auswahl ist durchaus nicht kleiner geworden. Wenn man in den ländlichen Raum reinschaut, dann ist sie doch manchmal auch sehr klein. Aber auch dann muss man wieder sagen, okay, wie war es denn vor 30 Jahren dort oder vor 40 Jahren? War das denn so viel anders?

Nein, es war wahrscheinlich weniger. Und auch dieses Rumgejammer: Ja, früher waren sie alle bei der Freiwilligen Feuerwehr. Ja, es gab auch nichts anderes. Und heute gibt es immerhin noch Fußball und, keine Ahnung, Hallenhalma, und da können die sich zwischen entscheiden. So, jetzt aber die Frage: Was macht das denn mit Kindern, wenn sie Hobbys haben? Und vor allen Dingen, was macht das mit Kindern, wenn sie also keine haben, weil sie die Zeit dafür glauben nicht zu haben?

Das ist ja eigentlich jetzt der Kern der Diskussion. Ja, und das glaube ich, ist ein so großer Schaden, der da verursacht wird bei jungen Menschen, wenn denen dieser Raum nicht zur Verfügung steht, Hobbys auszuüben. Weil in den Hobbys können sie sich ja schulen in allen sozialen Bereichen, und in der Schule halt nicht, aus meiner Sicht. Ja, also da, klar, ist es wünschenswert, wenn sie andere ausreden lassen, wenn sie lernen, den Finger hochzunehmen.

Runter ist schon Schwachsinn, ehrlich gesagt. Auch dass Indizien von Persönlichkeiten ist. Also da können wir wirklich mal drüber reden, ob das noch alles angebracht ist. Aber, aber also Fakt ist, dass Schule einen immer größeren Raum teilweise einnimmt und eigentlich dazu führt, dass eben dann diese Hobbys bekämpft werden. Und das finde ich schwierig. Genau, ich glaube, dass also gerade im Grundschulbereich hat es glaube ich viel damit zu tun, dass, dass man dem Wunsch oder der Notwendigkeit versucht Rechnung zu tragen, dass Eltern oftmals beide Vollzeit berufstätig sein müssen und dieses Management, was wir noch kennen, Familienmanagement, was unsere Mütter ja zum Beispiel dann gern übernommen haben, wenn das ging und als wir jünger waren, dass das gar nicht so ohne Weiteres möglich ist.

Also ich kann das alles schon verstehen, aber ich sehe eben auch, und das war mit Philipp eben eine Diskussion, Dass man sagen kann, selbst wenn das, was die Schule macht, wirklich 1A sein sollte, wir nehmen das jetzt einfach mal so an. Die Schule unterrichtet in bestimmten Fächern und muss relativ breitensportmäßig agieren. Also wenn ich jetzt an den Sportunterricht zum Beispiel denke, da sind in einer Schulklasse natürlich diejenigen, die in einer Sportart, die gerade drangenommen wird, vielleicht sogar privat leistungsmäßig aktiv sind, und da sind die Bewegungslegastheniker dabei, die sich super schwer tun, überhaupt die Basics einer Sportart zu erfassen.

Die soll jetzt ein Lehrer gemeinsam in einer Gruppe unterrichten. Das führt natürlich zwangsläufig dazu, dass diejenigen, die schon weiter sind, jetzt nicht richtig gefördert werden können. Und in allen anderen Fächern ist es so, dass man ja versucht, irgendwie den Stundenplan danach auszurichten und die Fächerauswahl. Was wollen wir den Kindern denn tatsächlich mitgeben? Und ich glaube, das ist jetzt nicht der Raum dafür, das zu hinterfragen oder zu kritisieren.

Aber ich glaube, dass die Auswahl der Hobbys eigentlich dazu eine gute Möglichkeit bieten würden, den eigenen Stärken und Interessen Raum zu geben. Also wenn ich mich jetzt für Fußball interessiere, dann gehe ich zum Fußballverein. Wenn mich das nicht interessiert, dann kann ich ja gucken, ob ich Schach mache oder Hallenhalmer oder was auch immer. Ich versuche etwas zu finden, was meinen Stärken und Interessen gerecht wird, vielleicht auch meinem Talent, was wir in Folge 1 dieser Staffel angesprochen haben.

Aber das ist etwas, was die Schule ja auch über AGs nur sehr rudimentär anbieten kann. Und deswegen glaube ich, ist es auch wichtig, dass wir der dem individuellen Interesse und den Neigungen von Schülern gerecht werden können, nur dann, wenn wir in den außerschulischen Raum lassen. Und ich glaube, das funktioniert nicht immer so, wie es eigentlich sein müsste. Ich glaube, da gibt es manchmal halt nur Wennigkeiten, wie du es glaube ich auch schon angedeutet hattest, dass eben Eltern arbeiten und gerade bei jüngeren Kindern, wenn die zur Schule, also ich sag mal die ersten 6 Schuljahre oder auch 7 Schuljahre ist es dann vielleicht tatsächlich auch ganz adäquat, wenn die dann nachmittags noch eine Betreuung in der Schule haben, sei es durch einen Hort oder durch AGs oder eine betreute— Ja, da gibt es ja in Schleswig-Holstein jetzt die Ganztagsschule.

Das ist ja so der neue Weg, den gab es, als unsere Kinder in der Schule waren, noch nicht. Und na klar, das ist eine Riesenherausforderung, wenn die Kids zwischen 8 und 12 in der Schule sind. Du hast zwei berufstätige Eltern. Was soll ich mit dieser Zeit anfangen? Also da fahre ich gerade ins Büro und wieder zurück, wenn es ganz blöd läuft. Ja, und da ist halt dann der Punkt. Danach allerdings beginnt dann eigentlich eine Phase, wo ich sagen würde, da können ja Kinder auch schon ziemlich selbstständig sein und dann müssen die nicht bis zwangsläufig bis 15:30 oder 16:30 jeden Tag in der Schule sein.

Was soll das? Die haben keine Zeit für irgendwas und da würde ich es halt begrüßen. Ja, das ist glaube ich auch die Phase, wo Menschen eigentlich gut in der Lage sind, Dinge auszuprobieren, weil natürlich auch klar ist, wenn ich mich jetzt für eine Sache interessiere, heißt das ja nicht, dass ich das die nächsten 20 Jahre gut finden muss. Aber die Möglichkeit, auch mal eine Sportart auszuprobieren oder ein anderes Hobby, ob das jetzt was Handwerkliches ist oder was Spielerisches oder was Musisches, ganz egal, die Möglichkeit, eine Sache auszuprobieren und zu sagen, klang auf den ersten Blick total super, ist aber doch nicht so das Wahre.

Das ist ja auch etwas, also wir haben das Thema Berufswahl und Wahl einer Berufsqualifikation, da ist es ja noch mal viel schlimmer. Und darauf bereiten wir auch deswegen, glaube ich, unsere Kinder nicht so richtig gut vor. Ich glaube, dass wir generell in unserer Gesellschaft hier immer ein Problem haben mit Failure. Also mit, mit, ne, mit falsche Entscheidungen treffen oder so. Ich meine, ich kann das wirklich sagen, also ich habe viele falsche Entscheidungen getroffen und die haben mich immer glücklich gemacht, so.

Und ich glaube, dass das in anderen Gesellschaften, in anderen Ländern einfach viel easier gehandhabt wird als bei uns. Also hier wird ja ein Riesen-Bohyte rumgemacht, wie du schon sagtest, Berufsvorbereitung, ja, lass sie doch einfach ausprobieren, was sie machen wollen. Und das ist nicht schlimm, wenn jemand nach einem Jahr oder so erkennt, dass es nicht das Richtige ist. Herr Gott, Mann soll sich damit— das ist ja die Krux.

Man geht ja davon aus, dass man sich da dann noch bis 67 mit beschäftigt. Und wenn man 20 ist, also 47 Jahre lang einen verschissenen Job macht, Entschuldigung, bloß weil man sich am Anfang nicht getraut hat, nach einem Jahr Ausbildung damit aufzuhören oder so, oder Studium. Da bin ich zum Beispiel auch dafür, dass man da ganz offen mit umgeht und sagt, also was soll das, wir brauchen auch nicht immer diese 47 Jahre oder was weiß ich was, bis man dann irgendwann in Rente gehen kann.

Es wäre besser, wir hätten glücklichere Menschen und auch kompetentere Menschen in den Jobs nachher, weil die nämlich die Möglichkeit hatten, sich das a) frei auszusuchen, freier auszusuchen, b) auch zu erkennen, dass vielleicht ein anderer Weg doch nicht der richtige war. Und so, und dass das nicht so, das gibt ja auch, glaube ich, so Beschneidungen dann nachher sogar in der Ausbildungsförderung.

Also Stichwort BAföG, weiß ich nicht, ob du das im dritten Versuch eines Studiums noch bekommst, keine Ahnung. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es auch schwierig ist. Jedenfalls können wir da sagen, also dass wir da in unserem Land noch sehr konservativ aufgestellt sind. Ja. Und dass das sicherlich etwas ist, was die junge Generation, also die Generation deiner Kinder, meiner Kinder, nicht so einfach gutiert, nicht so einfach mitmacht.

Spannendes, spannenden Punkt, den du gerade angesprochen hast, ohne ihn auszuführen. Ich denke zum Beispiel auch, dass diese Erfahrungen, die wir sammeln, gerade jetzt auf dem Weg zu einer Karriere, Die können wahnsinnig wichtig sein, wenn sie halt in dem Moment als die nicht Richtigen erscheinen. Also ich glaube, wenn ich mir deinen Lebenslauf anschaue, deinen beruflichen Lebenslauf, genau wie meinen eigenen, dann wird man feststellen, es gibt diverse Punkte, wo man entweder drauf gucken kann und sagt, naja, also irgendwie falsch abgebogen, oder was soll das denn jetzt irgendwie.

Man kann aber auch drauf gucken und sagen: Aber das sind Erfahrungen, die du gesammelt hast, die du jetzt an deinem jetzigen Punkt deiner Karriere wunderbar einsetzen kannst. Also bei mir gibt es etliche Punkte. Ich nenne mal ein Beispiel: Ich habe, als Jacqui einen Job in Stuttgart hatte, bin ich ins künstlerische Betriebsbüro eines Theaters gegangen, obwohl ich eigentlich Musiker sein wollte. Aber wichtiger in dem Moment war mir, ich wollte einfach mit Jacqui zusammen sein können und habe dafür meine Stelle bei Buddy in Hamburg aufgegeben, weil mir diese Pendelei zu viel und zu teuer wurde.

Und in dem Moment dachte ich: Aber was soll ich jetzt? Das sieht ja irgendwie aus wie ein Fehler im Lebenslauf. Was kann ich damit anfangen? Was soll ich damit? Aber jetzt in einer Situation, wo ich neben meiner künstlerischen Tätigkeit diese ganzen administrativen Dinge selber zwangsläufig benötige, bin ich heilfroh, dass ich damals diesen Umweg gegangen bin, weil ich Dinge gelernt habe und tatsächlich auch täglich noch von Dingen zehre, die ich damals gelernt habe.

Spannender Nebeneffekt ist: Die Chefin, die mich damals eingestellt hat, die mir diesen Job damals gegeben hat, mit der sind wir nach wie vor befreundet. Und ich erzähle ihr gern immer wieder von Situationen, wo ich mich im Büro jetzt wiederfinde oder wo auch immer ich gerade sein mag. Und mich an Dinge gern zurückerinnere, die sie mir beigebracht hat. Das wäre alles nicht möglich gewesen, wenn ich diesen Umweg damals nicht genommen hätte.

Und wie oft suchen Unternehmen ganz gezielt nach Quereinsteigern, weil man versucht, neue Perspektiven auf alte Probleme zu finden. Und das passt für mich überhaupt nicht zusammen mit dieser Maxime: Entscheide dich mit 18, 19 oder 20 Jahren dafür, was du die nächsten mindestens 50 Jahre ja wahrscheinlich beruflich machen möchtest. Das wird dem veränderten Profil unserer Anforderungen, glaube ich, überhaupt nicht mehr gerecht.

Also ich glaube, das, ja, das denke ich auch. Ich bin auch der Meinung, dass wahrscheinlich heute, heute ist es schon ein bisschen offener. Hast du das aber wirklich damals als Umweg auch gesehen, also diesen Schritt? Hast du es so empfunden? Ja, also du sagtest ja auch, du hast dich schon gefragt, warum mache ich das und so, und ist das jetzt nicht schlecht? Weil, also ich will es einfach nur kurz sagen, ich habe tatsächlich ja mehrere solche Schritte vollzogen.

Ich, für mich sind es keine Umwege, ich würde sie nie so bezeichnen, es waren eigentlich Wege. Also ich bin diese Schritte alle mehrfach gegangen, auch bestimmt häufiger als du. Und ich habe das, also ich habe das halt nie in Zweifel gezogen. Ich habe manchmal im Nachhinein, habe ich manchmal gedacht, das war, das war jetzt aber ganz schön gewagt, so wenn ich meinen Lebenslauf heute angucke. Aber so hatte ich das nicht.

Also war das für dich tatsächlich so? Also ich war damals mit der Situation, dass ich das nicht weitermachen konnte, was ich eigentlich machen wollte. Da war ich unglücklich mit. In der Situation, wie sie sich damals präsentiert hat, war ich super dankbar, das machen zu können. War letztendlich auch froh, dass mir jemand diese Chance gegeben hat, denn das, was mir das Wichtigste in dieser Lebensphase war, konnte ich so erreichen.

Das Spannende daran finde ich eigentlich, dass ich heute sehr viel positiver darauf zurückschaue, als ich es damals betrachtet habe. Ich habe es damals als Umweg empfunden, weil ich damals gedacht habe, das, was ich jetzt lerne, das brauche ich eigentlich nie wieder. Ich will ja der Musiker sein und nicht derjenige, der den Musiker irgendwie verwaltet. Heutzutage bin ich heilfroh, dass es, ja, wie du sagst, also ich habe es damals als Umweg empfunden, aber dass ich diesen Weg gegangen bin, denn es gibt ganz viele Dinge, das ist jetzt nur ein Beispiel daraus, wo ich glaube, Das, was ich hier mache, was mein, was übers Jahr verteilt meine Tätigkeiten sind, dafür gibt es gar keinen Lehrberuf.

Und ich bin heilfroh, dass ich vieles von dem, was ich benötige, auf vielleicht etwas damals unkonventionell erscheinendem Weg gelernt habe. Und heute bin ich froh, dass ich die Summe der Erfahrungen, die ich sammeln durfte, kenne und habe. Denn verdammt vieles von dem, was ich auf dem Weg aufgesammelt habe, Kann ich jetzt tatsächlich mehr oder weniger täglich umsetzen. Das ist doch gut, wenn man das so, also so, so sehen kann.

Wie gesagt, ich, für mich war das bei mir nie ein Umweg. Ich glaube, wenn ich das von außen gesehen hätte, hätte ich vielleicht das auch ab und zu mal mir selber gesagt, also mir als dritter Person. Ich habe nur irgendwann später mal so an der ein oder anderen Stelle wurde mir bewusst, wie lustig es ist, dass ich beispielsweise ja auch an Hochschulen unterrichtet habe und dort also Leute ausgebildet habe, die bestimmte Jobs dann bekommen konnten, für die ich nicht qualifiziert war, weil ich nicht zu Ende studiert habe.

Also ich habe kein Studium beendet. Und habe aber trotzdem eben in der Hochschulausbildung mitgewirkt als Dozent. Und das war tatsächlich so, da habe ich mal, das war das einzige Mal, also wo mir mal ein Unternehmen eine Absage geschrieben hat für eine Bewerbung. Da hatte ich mich als Marketingleiter bei einem größeren deutschen Buchverlag beworben, und die haben gesagt, Mensch, also weil viel Verlagsmarketing und so ja in meinem Lebenslauf steckte, auch wirklich Spannendes.

Haben die gesagt: Super Lebenslauf, total spannend, Sie würden ja sensationell passen, wenn Sie denn einen Studiengang wie beispielsweise den und den beendet hätten, wo Sie als Dozent tätig sind. Da habe ich gedacht, das müssen die doch merken, dass das, also dass sie sich quasi jetzt jemanden holen, den ich ausgebildet habe. Also warum die Kopie, wenn nicht das Original? Weißt du, das war das einzige Mal.

Ansonsten muss ich wirklich sagen, bin ich damit fein. Aber ich glaube, wenn ich da mal einhaken darf, das Beispiel einer Fußballmannschaft ist für den Außenstehenden, der jetzt vielleicht nicht jede Woche die Sportschau schaut, ist es so, da kicken 11 Leute und los geht's. Da ist natürlich viel mehr Innenleben und so. Ganz genau. Und jetzt mal unabhängig von Hierarchien und von Strukturen, ist es ja aber so, dass in einer Mannschaft, genau übrigens wie in einem Theaterensemble, idealerweise funktionieren die als Team, aber es ist eine Gruppe von Spezialisten.

Und das ist etwas, als Dirigent zum Beispiel, wenn ich mit vielen Mitwirkenden arbeite, das sind in verschiedenen Bereichen eben genauso Spezialisten. Jeder Instrumentalist ist einer, Sänger sind es, die Schauspieler, Tänzer, Technik, das ist ein großes Team und du bist derjenige, der da irgendwie versuchen muss, das Ganze zusammenzuführen. Würdest du denn sagen, dass wenn ich mir als junger Mensch ein Hobby aussuche, dass das in irgendeiner Form schon Relevanz haben sollte für eine Berufswahl?

Oder geht es nicht vielmehr um das Finden der Persönlichkeit, der eigenen Vorlieben und Stärken? Vielleicht auch von das Schaffen eines sozialen Umfeldes, wo ich mich wohlfühle, ist das möglicherweise der Hauptpunkt und gar nicht so sehr, weil wir sehen das tatsächlich manchmal, deswegen stelle ich diese Frage, dass Eltern versuchen herauszufinden, lernen meine Kinder hier konkrete Fähigkeiten, die in dem Berufswunsch stehen, den ich schon für sie habe.

Hilfreich sein können. Aber dann stehst du ja mit deiner Musicalschule immer schwierig da. Eigentlich gar nicht, das ist das Erstaunliche dabei, weil es auf der einen Seite etwas sehr Kreatives ist, was wir machen, aber es werden ja auch konkrete handwerkliche Dinge gelernt, wie zum Beispiel das freie Auftreten, das freie Sprechen, das sich bewegen können und so weiter. Da geht es jetzt gar nicht um klassische Werte wie Empathie und so weiter, sondern wirklich eher um um handwerkliche Dinge und da denke ich dann, ja, das ist dann schon ein weiter Weg, weil wir letztendlich gegen etwas ankämpfen mehr oder weniger.

Also es geht ja uns gar nicht darum, ich lerne zwangsläufig, wenn ich hier bin, dass ich frei sprechen kann. Es ist schade, wenn ein Kind hierher geschickt wird, weil der Vater sagt, ich möchte, dass mein, keine Ahnung, Kind soll Politiker werden und deswegen soll er das hier lernen. Das finde ich ganz schön weit geschossen irgendwie. Hattet ihr das schon mal? Also das ist jetzt Gott sei Dank ein konkretes Beispiel, was es so nicht gegeben hat, aber manchmal wird es ja auch gar nicht so klar benannt und du hast aber ein Gefühl.

Es gibt auch so bestimmte Gruppen von Eltern, wo man dann merkt, okay, also Es gibt einen Grund, warum ihr eure Kinder herschickt. Einige sind so ganz stereotyp. Ich schicke mein Kind her, weil ich das als Kind selber nicht machen durfte. Ich konnte nicht, durfte nicht, konnte. Es gab das Angebot nicht. Meine Eltern wollten das nicht. Ich möchte deswegen, dass mein Kind das macht, unabhängig davon, ob das Kind das selber will oder nicht.

Es gibt andere, die, die deshalb, deshalb werden Kinder manchmal auch auf Waldorfschulen geschickt. Glaube ich. Woah, woah, Mensch. Achtung, kontroverse, kontroverse Bitte: Andere Meinung unbedingt äußern. Genau. Also das ist ja auch, da spricht ja erst mal nichts gegen. Jetzt bei dem Beispiel, was ich genannt habe, wenn jemand das so möchte. Es ist halt glaube ich schon wichtig, dass man auf die Interessen von Kindern da Rücksicht nimmt.

Aber du hast es eingangs gesagt, die können natürlich sich nur zwischen den Dingen entscheiden, die sie kennenlernen. Und das hat ja auch damit zu tun, was für Angebote gibt es überhaupt, die für eine Familie realistisch besuchbar sind. Aber es gibt eben durchaus Interessen, wo ich denke, ja, da geht es jetzt gar nicht so sehr darum, die Kreativität zu fördern oder einem Hobby wie dem Singen oder dem Tanzen oder dem Schauspielen gerecht zu werden, sondern nee, es gibt bestimmte Fähigkeiten, die in dem erwarteten Beruf hilfreich sind.

Das wird nicht angesprochen, aber das spüren wir schon manchmal. Ja, wenn ich, also wenn ich jetzt wirklich mal wieder meinen Weg nehme, also, und Failure ist auch ein ewiger Begleiter, dann habe ich, dann habe ich z.B. einen Werbekaufmann gemacht, also diese Ausbildung. Wenn mich jetzt also heute jemand fragen würde, also wenn jetzt die Arbeitsagentur käme und sagen würde Berufsbezeichnung, dann müsste ich Werbekaufmann sagen, weil das in deren System, dass wenn ich da komme und sage Werbetexter, Kreativdirektor, strategischer Planer, Marketingberater, damit können die nichts anfangen, weil es ja kein Lehrberuf.

So, aber womit verdiene ich eigentlich mein Geld? Als Werbekaufmann? Nein. Ich verdiene mein Geld nicht, weil ich Werbekaufmann bin. Die würden jeder— du würdest mich bezahlen, ob ich jetzt diese Ausbildung habe oder nicht. Also ich bin da jedenfalls sehr zwiegespalten. Jetzt sagt man ja zum Beispiel, wenn man Schach spielt, dann wird man ordentlicher Stratege. Also weiß ich jetzt nicht. Also vielleicht ist es eher umgekehrt, weil wenn wir, wenn wir auf unser Gespräch zum Thema Talent zurückkommen, Dann könnte man ja eher sagen, okay, also du interessierst dich für Schach, weil strategisches Denken irgendwie dein Ding ist, und deswegen fällt dir Schach vielleicht leichter, und deswegen fällt dir vielleicht auch hinterher im Beruf einiges leichter.

Aber umgekehrt wird, und das glaube ich eben, umgekehrt wird kein Schuh draus, dass ich sagen kann, super, also ich möchte, dass mein Kind folgenden Beruf ergreift, dafür braucht es 3 Fähigkeiten, und für die geht es zu 3 verschiedenen Hobbys. Das Ja, führt nicht zum Ziel, glaube ich. Ich glaube eher, dass es tatsächlich der Weg ist zu sagen, okay, also in welche Richtung soll die Reise gehen, welche Hobbys passen am besten zu meinem Kind, und unabhängig davon stellt sich irgendwann die Frage, wo soll der berufliche Weg hinführen.

Möglicherweise sind das denn Dinge, die sich in den Hobbys wiederfinden, aber eigentlich nur als Proxy, weil das die eigentlichen Interessen und Stärken berücksichtigt. Ja, das finde ich auch. Oder? Ich glaube auch, das ist ein gutes Schlusswort. Schön. Oder? Ich glaube auch. Immer habe ich den Eindruck, dass ich das Schlusswort immer ansage. Ja, weil ich so ein Sabbelkopf bin. Das wissen alle, die mich von der Musicalschule kennen.

Ich kann noch länger reden als du, und das ist schon eine Kunst. In diesem Sinne. Macht's gut. Ciao. Ciao.

❓ Häufige Fragen

Sind Schulnoten wirklich weniger wichtig als Hobbys?
Nicht weniger wichtig, aber die Balance stimmt oft nicht. Hauke und Marc argumentieren, dass Schulnoten die Grundlagen vermitteln, aber Hobbys sind unverzichtbar für soziale Entwicklung, Persönlichkeitsfindung und echte Lebensfähigkeiten – Dinge, die keine Schule allein lehren kann.
Welche Hobbys sind am besten für Kinder?
Es geht nicht um die beste Aktivität, sondern darum, dass Kinder ausprobieren können, was sie interessiert. Ob Sport, Theater, Musik oder Handwerk – wichtig ist, dass sie Raum haben, ihre Interessen und Stärken zu entdecken, nicht dass Eltern ein bestimmtes Hobby für die Karriere aussuchen.
Was hat ein "Umweg" im Berufsleben mit Hobbys zu tun?
Hauke zeigt an seinem eigenen Beispiel: Eine Station im Theaterbüro, die anfangs wie ein Abweichen von seinem Traum schien, gab ihm später unverzichtbare administrative Fähigkeiten. Umwege und Experimente sind wertvoll – Hobbys helfen Kindern, das früh zu lernen.
Wie finden Eltern Zeit für Hobbys, wenn beide berufstätig sind?
Das ist eine echte Herausforderung, besonders in den ersten Schuljahren. Hauke und Marc sind sich einig, dass Ganztagsschulen für junge Kinder nötig sein können, aber ab der Mittelstufe sollten Schulen kürzere Tage haben, um Raum für außerschulische Aktivitäten zu schaffen.
Bereitet die Musicalschule gezielt auf Berufe vor?
Nein – und das ist genau der Punkt. Die Musicalschule lehrt handwerkliche Fähigkeiten wie freies Sprechen und Auftreten, aber nicht, um Politiker auszubilden. Kinder sollen hier ihre Leidenschaft entdecken und dabei nebenbei wichtige Skills entwickeln.

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